Zwei Melanomzellen, die grün markiert wurden. - Foto: Dr. Robert Besch, LMU München
Forschung

Genveränderungen definieren die Prognose beim Krebs

13. März 2013 Detlef Hoewing 0

Nachweis von Mikrosatelliteninstabilität und Chromosomen-Explosion

Obwohl viele mit dem Beruf des Pathologen spontan die Obduktion von Leichen verbinden, beschreibt dies das Spektrum des Faches Pathologie nur am Rande. Denn in erster Linie befasst sich die Pathologie mit dem lebenden Patienten. Ihre Hauptaufgabe ist die Diagnostik von morphologisch erfassbaren krankhaften Veränderungen des Körpers. In erster Linie mithilfe des Mikroskops, zunehmend aber auch mittels biochemischer und molekularbiologischer Methoden, gibt der Pathologe Auskunft über die Art einer Erkrankung und ihren Schweregrad. Er liefert damit wichtige Informationen zur Prognose des einzelnen Patienten, vor allem bei Krebserkrankungen, und bietet außerdem dem klinisch tätigen Arzt tumorbiologische Informationen, mit denen dieser die am besten geeignete Therapie wählen kann.

Pathologen beherrschen aber nicht nur die zytologische und histologische Routinediagnostik, sie betreiben auch medizinische Forschung. Ein Beispiel dafür ist Privatdozent Dr. Timo Gaiser, Leitender Oberarzt am Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Mannheim. In der von Professor Dr. Alexander Marx geleiteten Einrichtung beschäftigt er sich mit genetischen Veränderungen (Mutationen) im Zusammenhang mit bösartigen Tumoren. Die Ergebnisse seiner Forschungen, die er kürzlich in zwei hochrangigen Journalen veröffentlicht hat, helfen dabei, Patienten mit prognostisch günstigeren Tumoren zu identifizieren.

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Werden die myxoiden Liposarkomzellen (MLS 402) mit steigenden Mengen eines Wirkstoffes behandelt, der die FGFR-Signale hemmt, wachsen sie langsamer und sterben schließlich ab. Quelle: AG PD Dr. Merkelbach-Bruse: Helen Künstlinger
Seltene Tumorarten

Sarkome: Signalmolekül „FGFR“ als neuer Ansatz für die Therapie?

24. Juli 2012 Detlef Hoewing 0

Sarkome sind bösartige Tumoren des Weichgewebes und machen ca. 1 Prozent aller Krebserkrankungen aus. Die Therapie dieser Tumoren beschränkt sich neben der operativen Entfernung fast ausschließlich auf klassische Chemo- und Strahlentherapie. Zielgerichtete Therapien mit spezifischen Angriffspunkten in den Tumorzellen stehen kaum zur Verfügung. Das wollen Forscher vom Institut für Pathologie der Universität Köln ändern. Die Forscher sehen in den so genannten Fibroblastenwachstumsfaktor-Rezeptoren („FGFR“), einer Familie von Signalmolekülen, einen geeigneten Anknüpfungspunkt zur Entwicklung neuer Behandlungsstrategien.

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Krebsgene
Forschung

Wegweiser zu den Krebszellen

4. Juni 2008 Detlef Hoewing 0

Krebsgene(Jena) Wissenschaftler vom Institut für Pathologie am Jenaer Universitätsklinikum wollen gemeinsam mit europäischen Kollegen neue Therapieverfahren gegen Tumoren entwickeln. Am jetzt gestarteten EU- Verbundprojekt ADAMANT sind Forscher von neun Einrichtungen und Firmen in Italien, der Schweiz, Deutschland, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden beteiligt. In dem Projekt sollen tumorspezifische Antikörper gefunden werden, die Krebsmedikamente gezielt zu den Tumorzellen transportieren können. Die Jenaer Pathologen werden dabei das Bindungsverhalten der Antikörper im Gewebe untersuchen.

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