Dr. med. Christian Leiber demonstriert die Schwellkörperprothesen - Quelle: AGS Medienservice
Allgemein

Erektile Dysfunktion – ein Tabuthema

24. Dezember 2016 Detlef Hoewing 0

Freiburg, 23. Dez. 2016.  Es ist gar nicht so selten, wenn der Mann unter einer erektilen Dysfunktion leidet. 20.000 Männer wurden in einer groß angelegten Studie befragt und untersucht. Die Ergebnisse sind für das männliche Geschlecht niederschmetternd, zeigen die Ergebnisse der „Kölner Studie“. Bereits vier Prozent Junger Männer im Alter von 30 bis 39 Jahren leiden unter einer Erektilen Dysfunktion. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Neben Partner- oder konfliktbezogenen Ursachen ist Diabetes Mellitus eine der Hauptursachen. Bei etwa dreißig Prozent der Erektilen Dysfunktion (ED) ist die Grunderkrankung der Blutzucker, so Dr. med. Christian Leiber, Oberarzt an der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Freiburg. Besteht Diabetes Mellitus mehr als 10 Jahre, liegen etwa 50 Prozent Erektionsstörungen bei den Betroffenen vor. Bei etwa 60 bis 70 Prozent der Patienten sind die Nerven und das Endothel (Innenhaut von Blutgefäßen) im Penis irreversibel geschädigt. Und so kommt es zu Störungen oder Ausbleiben der natürlichen Erektionsfähigkeit, so der Facharzt für Urologie. Gespräch mit dem Arzt suchen Liegen die geringsten Störungen einer Erektion vor, sollte das Gespräch mit dem behandelnden Arzt gesucht werden. Es kommt häufig vor, dass ein hoher Blutzuckerspiegel bei Diabetes im Laufe der Zeit Nervenschädigungen hervorrufen. Sie können auch Probleme bei der Sexualfunktion […mehr lesen]

Interviews: Das Netzwerk Darmkrebs
Darmkrebs

Darmkrebs in der Familie? Früherkennung tut Not!

15. März 2016 Detlef Hoewing 0

Berlin, 14. März 2016 – Obwohl Familienangehörige von Patienten mit Darmkrebs eine Hochrisikogruppe für die Entwicklung von Krebserkrankungen des Dickdarms und Enddarms sind, fallen sie im deutschen Gesundheitswesen noch zu oft durchs Raster. Anlässlich des Darmkrebsmonats rufen die niedergelassenen Krebsspezialisten dazu auf, Darmkrebspatienten und deren Familien konsequent über den enormen Nutzen der Krebsfrüherkennung bei Angehörigen von Darmkrebspatienten zu informieren, um so das Risiko zu verringern. Der Darmkrebs ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung der inneren Organe. Im Laufe des Lebens erkrankt einer von 14 Männern und eine von 18 Frauen daran. „Wird die gesamte Lebensspanne betrachtet, beträgt das Risiko, einen Darmkrebs zu entwickeln, über alle Bevölkerungsgruppen hinweg etwa fünf Prozent (1), betont Dr. Michael Eckart aus Erlangen, Mitglied im Vorstand des Berufsverbands der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland – BNHO e.V.. Bei drei von zehn Patienten gab es schon Darmkrebs in der Familie Doch nicht bei allen Menschen ist das Risiko gleich hoch. Alte Menschen erkranken häufiger an Darmkrebs als jüngere Menschen. Männer erkranken früher als Frauen. Besonders gefährdet sind Familienangehörige von Darmkrebspatienten, vor allem Eltern, Kinder und Geschwister. „Sie haben im Vergleich zu Menschen aus Familien ohne Darmkrebserkrankungen ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst […mehr lesen]

Logo des Krebskongress 2016
Deutsche Krebshilfe

Krebskongress 2016 – Die Chancen moderner Krebsmedizin

24. Februar 2016 Detlef Hoewing 0

Innovative Therapien für den individuellen Patienten Berlin, 24. Februar 2016. Derzeit tauschen sich in Berlin Ärzte und Wissenschaftler auf dem 32. Deutschen Krebskongress über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Krebsmedizin aus ‒ der DKK ist der größte onkologische Fachkongress im deutschsprachigen Raum. Als roter Faden durch das wissenschaftliche Programm zieht sich das Konzept der sogenannten P4-Medizin des US-Biomediziners Leroy Hood. Er beschreibt eine moderne Medizin, deren Kerngedanke es ist, wirksam Krankheiten vorzubeugen, mittels fortschrittlicher Methoden präzise Diagnosen zu stellen und innovative, individuell auf den Patienten abgestimmte Therapien zu entwickeln. Der Patient selbst soll Teil des Behandlungsteams sein und aktiv an seiner Genesung mitwirken, beispielsweise bei wichtigen Therapieentscheidungen.  „Dafür stehen die vier P: präventiv, personalisiert, präzise und partizipativ“, so die Kongresspräsidentin Professor Dr. Angelika Eggert im Rahmen der Auftaktpressekonferenz. „Wir haben dieses Motto gewählt, weil uns die P4-Medizin die große Chance bietet, uns im Sinne des Patienten von einer eher reaktiven zu einer proaktiven und individualisierten Medizin hin zu bewegen.“ Die Entwicklung und Anwendung solch einer personalisierten Medizin wäre der Anfang eines grundlegenden Wandels in der Versorgung krebskranker Menschen. Doch auch genaue Voraussagen über Krankheitsverlauf und Therapieerfolg sind ein wichtiger Teil der personalisierten Medizin, wie der Kongressvizepräsident Professor Dr. Ulrich Keilholz […mehr lesen]

Privatdozent Dr. Nuh Rahbari, Arzt und Wissenschaftler an der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Foto: TU Dresden / Stephan Wiegand
Darmkrebs

Lebermetastasen von Patienten mit Dickdarmkrebs streuen intakte Tumorzellen in die Blutbahn

27. November 2015 Detlef Hoewing 0

Die Größe der durch einen Dickdarmkrebs gebildeten Lebermetastasen ist dabei entscheidend für das Risiko, ob von dieser Metastase Tumorzellen in die Blutbahn gestreut werden, welche möglicherweise zu Fernmetastasen in weiteren Organen, wie zum Beispiel der Lunge führen können. Das spricht für eine besonders engmaschige Überwachung nach der Operation und gegebenenfalls eine Chemotherapie bei Patienten, denen große Metastasen chirurgisch entfernt wurden. Zu diesen Erkenntnissen kommt ein Forscherteam um die Dresdner Chirurgen PD Dr. Nuh Rahbari, Dr. Ulrich Bork und Dr. Sebastian Schölch von der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Die Studie, für die bei über 100 Patienten zirkulierende Tumorzellen in unterschiedlichen Blutkompartimenten intraoperativ untersucht wurden, fand unter der Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Jürgen Weitz in Kooperation mit Heidelberger Kollegen der Klinischen Forschergruppe KFO 227 statt. Das angesehene Fach-Journal „Annals of Surgery” veröffentlichte die Studie vorab online. Metastasen bilden die Todesursache Nummer eins beim Dickdarmkrebs. Das Verständnis der metastatischen Aktivität von Metastasen und welche Patienten ein hohes Risiko für die Verbreitung von Tumorzellen haben können, hat daher maßgeblichen Einfluss auf die individualisierte Krebsbehandlung in der Zukunft. Durch Blutentnahmen während der Operation konnten die Dresdner Ärzte in ihrer aktuellen Studie die Anzahl von frei zirkulierenden Tumorzellen […mehr lesen]

Links: Intakter Zellkern, rechts: Zerfall des Zellkerns unter radioaktiver Bestrahlung - Bild: UK Ulm
Prostatakrebs

Behandlung bei Prostatakrebs: OP, Bestrahlung oder Brachytherapie?

29. Mai 2015 Detlef Hoewing 0

Radioonkologen empfehlen, über Nebenwirkungen intensiv aufzuklären Berlin – Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 64 500 Männer an Prostatakrebs. Der Krebs der Vorsteherdrüse ist damit die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern. Inkontinenz und andere Blasenstörungen gehören für diese Patienten zu den schlimmsten Folgen der Behandlung. Dies kam in einer Studie heraus, die die Lebensqualität mithilfe von Tests aus der ökonomischen Spieltheorie untersucht hat. Frühere Studien hatten gezeigt, dass die Strahlentherapie gegenüber der Operation Vorteile bringt. Es kommt seltener zu Komplikationen an den Harnwegen, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). Bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs gibt es drei Behandlungsoptionen: Bei einer Operation wird die gesamte Prostata entfernt. Da zusammen mit der Prostata auch Teile der Harnröhre und Nerven zur Steuerung der Blasenfunktion verloren gehen können, sind Harnwegskomplikationen als Folge möglich. Professor Dr. med. Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Mannheim, erläutert: „In leichten Fällen ist dies eine Inkontinenz, also die fehlende Kontrolle über das Wasserlassen. In schweren Fällen kann es zu Schmerzen oder zu einer Blockade der Harnwege kommen.“ Durch eine US-amerikanische Studie zu Langzeitfolgen nach Prostatakrebstherapie aus dem Jahr 2013 weiß man, dass diese Komplikationen nach einer Strahlentherapie seltener auftreten als […mehr lesen]

Hochleistungs-Trapezlaser auf Wärmesenke - Foto: FBH/schurian.com
Krebsthemen

Peniskarzinome: Neue Therapiemethoden erhalten Lebensqualität

6. Mai 2015 Detlef Hoewing 0

Peniskarzinome sind in Deutschland selten, für die betroffenen Männer aber extrem belastend. Seit sich in den letzten Jahren eine möglichst organerhaltende operative Therapie durchgesetzt hat, bleiben den Patienten eine deutlich verbesserte Lebensqualität und sexuelle Zufriedenheit. Die weniger restriktive Operation erfordert aber, wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) betont, eine erheblich intensivere Nachsorge und damit mehr Eigenverantwortung und Therapietreue der Männer. „Die Entwicklung zur organerhaltenden Tumorchirurgie beim Peniskarzinom stellt für unsere Patienten einen großen Therapiefortschritt dar“, sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der DGU. Basierend auf den evidenzbasierten Leitlinien zur Therapie des Peniskarzinoms der European Association of Urology (EAU) wird seit 2010 – wenn möglich – mit einem geringeren Sicherheitsabstand zum Tumor operiert, sodass vielen Männern mit frühen Tumorstadien eine Penisteilamputation erspart bleiben kann. Wenn der Tumor noch nicht in die umliegenden Gewebe vorgedrungen ist, kann unter Umständen auch eine Lasertherapie oder eine Bestrahlung infrage kommen. „Im Gegensatz zur partiellen oder totalen Penisamputation bedeutet der Organerhalt eine enorme Entlastung für die Betroffenen. Sie können weiterhin sexuell aktiv sein und meist ohne Beeinträchtigung Wasser lassen“, erklärt Prof. Hakenberg. Die weniger radikalen OP-Verfahren bringen allerdings eine veränderte, engmaschige Nachsorge über mindestens fünf Jahre mit sich, um wiederkehrende Tumore, sogenannte Rezidive, rechtzeitig […mehr lesen]

Bei akuter myeloischer Leukämie vermehren sich unreife Blutzellen ungezügelt im Knochenmark. Foto: Andreas Neubauer
Multiples Myelom - Plasmozytom

Therapie des Knochenmarkkrebs – Multiples Myelom:

30. April 2015 Detlef Hoewing 0

Wirkstoffkombination in Studie überlegen Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg veröffentlichen Ergebnisse aus einer Studie mit 504 Patienten in „Leukemia“ / Internationaler Experten-Workshop zum Multiplem Myelom am 24. und 25. April 2015 in der Medizinischer Universitätsklinik Heidelberg / Ärzte, Wissenschaftler und Journalisten sind herzlich eingeladen Zur Behandlung von Patienten mit Multiplem Myelom, einer Krebserkrankung des Knochenmarks, die im weiteren Therapieverlauf noch eine Transplantation mit eigenen Stammzellen erhalten sollen, setzen Onkologen in Deutschland meistens eine von zwei bewährten Medikamentenkombinationen ein. Bislang werden diese als gleichwertig angesehen. Erstmals zeigte nun ein direkter Vergleich in einer großen, multizentrischen Studie unter Federführung des Universitätsklinikums Heidelberg: Die eine Wirkstoffkombination ist besonders in Bezug auf die Nebenwirkungen deutlich überlegen. Patienten, die diese Chemotherapie erhalten, leiden seltener unter Nervenschmerzen oder Blutgerinnungsveränderungen. Außerdem müssen sie während der Behandlung seltener stationär aufgenommen werden. An der Studie mit 504 Patienten, der bislang größten Studie dieser Art in Deutschland, beteiligten sich 31 gößtenteils universitäre Zentren und 75 niedergelassene Onkologen. Die Ergebnisse sind nun im Fachmagazin „Leukemia“ erschienen. Beim Internationalen Myeloma Workshop am 24. und 25. April 2015 am Universitätsklinikum Heidelberg präsentieren die international führenden Myelom-Experten aus Europa und den USA weitere Forschungsergebnisse, den aktuellen Stand in Therapie und Diagnostik sowie neue […mehr lesen]

Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN
Prostatakrebs

Konzertierte Aktion für Prostata-Studie

25. April 2015 Detlef Hoewing 0

Berlin, den 21. April 2015 – In einer konzertierten Aktion wollen Ärzte, Patienten, Krankenkassen und Deutsche Krebshilfe die weltweit größte Studie zum Prostatakrebs zu einem Erfolg machen. Ziel der 2013 gestarteten PREFERE-Studie ist es, zu analysieren, von welcher der vier infrage kommenden Optionen für die Erstbehandlung von Prostatakrebs in einem frühen Stadium der Patient auf lange Sicht am meisten profitiert: Insbesondere sollen dabei Nebenwirkungen und Komplikationen berücksichtigt werden, um den Patienten künftig die für sie ideale Option empfehlen zu können. Die gemeinsame Informations-Kampagne für PREFERE soll darauf abzielen, das Engagement der Ärzte zu erhöhen, neutral über die Studie und die vier Behandlungsoptionen aufzuklären und so die Patientenbeteiligung deutlich zu steigern. „Wir müssen noch deutlicher machen, dass jeder Patient durch seine Teilnahme einen hohen Nutzen hat: Eine verbesserte Diagnostik, eine engmaschigere Betreuung, Behandlung auf medizinischem Top-Niveau und eine intensivere Nachsorge als üblich“, so Studienleiter Prof. Dr. Michael Stöckle. Jährlich erkranken zwischen 65.000 und 70.000 Männer an Prostatakrebs. Die bösartige Wucherung der Vorsteherdrüse ist damit die häufigste Krebsform bei Männern.  Studien-Teilnehmer profitieren von besserer Diagnostik und Betreuung Die Teilnehmer der PREFERE-Studie profitieren von einer besseren Diagnostik, indem ein spezialisierter Pathologe den Befund absichert. „In rund 20 Prozent der Fälle stellen wir derzeit fest, dass […mehr lesen]

Links die normale Lage der Nebennieren (gelbe Pfeile) im Körper, rechts ein Nebennieren-karzinom in einer kernspintomographischen Darstellung. Bild: Medizinische Klinik
Nierenkrebs

Studie: Linsitinib hilft bei Nebennierenkrebs nur sehr wenigen Patienten, diesen jedoch extrem gut

19. März 2015 Detlef Hoewing 0

In einer vom Universitätsklinikum Würzburg und der University of Michigan in Ann Arbor/USA geleiteten Studie wurde das experimentelle Medikament Linsitinib bei 90 Patienten mit Nebennierenkrebs getestet. Nur vier der Patienten sprachen auf die Behandlung an – allerdings bemerkenswert gut. Das Nebennierenkarzinom ist eine bösartige und sehr aggressive Tumorerkrankung. Trotz einiger Fortschritte in den letzten Jahren stirbt weiterhin fast die Hälfte der Betroffenen innerhalb der ersten vier bis fünf Jahre nach der Erstdiagnose. In Deutschland erkranken pro Jahr zwischen 80 und 120 Menschen, was den Nebennierenkrebs zu einer seltenen Krankheit macht. Mit Ausnahme einer Kombinations-Chemotherapie, die maßgeblich von Krebsforschern des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) etabliert wurde, gibt es nur wenige gute Therapieoptionen. Internationale Studie mit 139 Teilnehmern Als neuen Behandlungsansatz erprobte eine internationale Phase III-Studie zwischen den Jahren 2009 und 2011 das experimentelle Medikament Linsitinib bei 90 Patienten. Als Kontrollgruppe erhielten 49 weitere Menschen mit Nebennierenkarzinom ein Placebo. Die Ergebnisse wurden jetzt auf der Homepage der renommierten britischen Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ veröffentlicht – und sind auf den ersten Blick ernüchternd: Bei 86 der 90 Studienteilnehmer zeigte sich im Überleben kein Unterschied zur Kontrollgruppe, was die Studie an sich zu einem Fehlschlag macht. Jedoch: Vier Patienten sprachen extrem gut auf das Medikament […mehr lesen]

Leberzellkrebs-Frueherkennungspass
Leberkrebs

Neue Behandlungsmethode für Patienten mit Lebermetastasen an der MHH

4. November 2014 Detlef Hoewing 0

Mit der minimal-invasiven Chemosaturation können Tumoren effektiv bekämpft werden Spezialisten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben erstmals eine neue Therapie zur Behandlung von Lebertumoren erfolgreich an zwei Patienten eingesetzt. Dabei handelt es sich um die sogenannte Chemosaturation. Sie bietet insbesondere bei Patienten, bei denen keine andere Behandlung mehr anspricht, die Möglichkeit, den Tumor in der Leber effektiv zu bekämpfen. Die minimal-invasive Methode wird bislang nur an wenigen spezialisierten Kliniken in Deutschland angewendet. Bei der Chemosaturation fluten die Mediziner die Leber durch die Schlagader mit einem hochdosierten Chemotherapeutikum. Während dieses Eingriffs wird die Leber durch einen zweiten speziellen Katheter vom übrigen Blutkreislauf des Körpers isoliert, das Leberblut wird außerhalb des Körpers durch besondere Filter geleitet. Das gereinigte Blut fügen die Ärzte anschließend wieder dem Blutkreislauf zu. Dadurch sind die Nebenwirkungen des Zytostatikums geringer. Die Patienten können nach einem Klinikaufenthalt von wenigen Tagen wieder ihren alltäglichen Gewohnheiten nachgehen. Die Chemosaturation kann bei nicht operablen bösartigen Tumoren der Leber oder metastasierten Tumoren, die auf die Leber beschränkt sind, eingesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel Lebermetastasen beim kolorektalem Karzinom (Darmkrebs), beim Melanom (Hautkrebs) oder beim Aderhautmelanom im Auge. Auch lebereigene Tumoren können mit der Methode behandelt werden. An der MHH wird der aufwendige Eingriff […mehr lesen]

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