Thoraxmodell Foto: G. Otto / GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung
Lungenkrebs

Schonende Medizin gegen aggressiven Tumor des Rippenfells und der Lunge

7. Dezember 2012 Detlef Hoewing 0

Das Klinikum der J.W. Goethe-Universität konnte in einer Studie zeigen, dass eine lokale Chemotherapie ohne größere Nebenwirkungen die Lebenserwartung von Menschen mit einem bösartigen Tumor des Rippenfells und der Lunge deutlich erhöhen kann.

Wenn man bei Menschen ein Pleuramesotheliom diagnostiziert, erhalten sie in der Regel eine erschreckende Prognose. Es handelt sich um einen sehr aggressiven Tumor des Rippenfells und der Lunge, der meist sehr spät erkannt wird. Die mittlere Überlebenszeit nach den ersten Symptomen liegt bei 7 bis 16 Monaten. Am Frankfurter Universitätsklinikum wurde in einer Studie jetzt ein lokales chemotherapeutisches Verfahren geprüft, das bei nicht mehr operablen Tumoren eingesetzt werden kann. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass die sogenannte Transarterielle Chemoperfusion (TACP) die Überlebenszeit der Patienten deutlich verlängert und dabei die Belastung für die Patienten durch Nebenwirkungen sehr gering sind. Die Studie wird nun im renommierten amerikanischen Fachjournal Radiology veröffentlicht.

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