Links: CT-Aufnahme, rechts: PET, Mitte: Kombination; Patient mit Lungentumor vor (oben) und nach (unten) Hochpräzisionsbestrahlung.Der Tumor hat sich bei erhaltener Lunge komplett zurückgebildet. Universitätsklinikum Freiburg
Lungenkrebs

Nuklearmedizinische Untersuchung vermeidet unnötige Lungenkrebs-OPs

13. März 2014 Detlef Hoewing 0

Berlin – Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), eine moderne nuklearmedizinische Untersuchung, erleichtert bei Krebspatienten die Suche nach Metastasen. Das Verfahren hat sich vor allem bei Lungenkrebs bewährt, wie eine neue Studie aus den USA belegt. Demnach kann das PET mindestens ein Drittel der Patienten, die an einem Lungenkrebs erkrankt sind, vor einer unnötigen Operation bewahren. PET sollte daher auch in Deutschland routinemäßig vor einem solchen Eingriff eingesetzt werden, empfiehlt der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner (BDN).

Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom ist der häufigste Lungenkrebs, an dem vor allem männliche Raucher erkranken. In einem frühen Stadium ist die Krankheit durch eine Operation heilbar. Ob ein Eingriff in Frage kommt, hängt vor allem von der Ausdehnung des Tumors ab. Sind bereits mehrere Lymphknoten befallen oder haben sich Tochtergeschwüre in anderen Organen gebildet, ist es meist vorteilhafter, eine belastende Operation zu meiden und das Krebswachstum mit Radiotherapie, Chemotherapie und zielgerichteten Therapien zu bekämpfen. „Bei allen Patienten muss deshalb eine Suche nach Metastasen durchgeführt werden“, erläutert Professor Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des BDN.

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MRT - FET/PET bei Hirntumoren - Foto: Forschungszentrum Jülich
Allgemein

Nutzen von PET oder PET/CT bei Speiseröhrenkrebs ist nicht belegt

21. August 2013 Detlef Hoewing 0

Vergleichende Studien zum Nutzen fehlen / Daten zur diagnostischen und prognostischen Güte nicht aussagekräftig

Der patientenrelevante Nutzen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) bei einem Ösophaguskarzinom ist mangels Studien nicht belegt. Auch in Hinblick auf ihre diagnostische und prognostische Güte bleibt unklar, ob diese Verfahren die Ausbreitung von Tumoren besser erfassen können, als dies mit herkömmlicher Diagnostik möglich ist. Zu diesem Ergebnis kommt der am 20. August 2013 publizierte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

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Seltene Tumorarten

Vorbericht zu PET und PET/CT bei Knochen- und Weichteiltumoren veröffentlicht

5. Juni 2012 Detlef Hoewing 0

Vorbericht zu PET und PET/CT bei Knochen- und Weichteiltumoren
veröffentlicht

Nutzen lässt sich mangels Studien derzeit nicht beurteilen

Der Stellenwert der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) für Patientinnen und Patienten mit Knochen- und Weichteiltumoren ist derzeit Gegenstand einer Untersuchung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die vorläufigen Ergebnisse hat das Institut am 01. Juni 2012 veröffentlicht. Danach ist es mangels Studien nicht möglich, belastbare Schlussfolgerungen zum patientenrelevanten Nutzen der PET oder der PET/CT zu ziehen. Bis zum 02. Juli 2012 können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

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Speiseröhrenkrebs

Vorbericht zu PET und PET/CT bei Speiseröhrenkrebs veröffentlicht

23. Mai 2012 Detlef Hoewing 0

Der Stellenwert der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) zur Stadienbestimmung (Staging) von Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom), zum Therapieansprechen (Restaging) und zur Rezidivdiagnostik sind derzeit Gegenstand einer Untersuchung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die vorläufigen Ergebnisse hat das Institut am 23. Mai 2012 veröffentlicht.

Nutzen lässt sich mangels aussagekräftiger Studien zurzeit nicht beurteilen

Demnach ist der patientenrelevante Nutzen der PET beziehungsweise der PET/CT bei Ösophaguskarzinomen nicht belegt, weil dazu keine abgeschlossenen vergleichenden Studien vorliegen. Auch aktuell laufende Studien zum Nachweis des patientenrelevanten Nutzens wurden nicht identifiziert. Und die vorhandenen Studien zur diagnostischen und prognostischen Güte der Verfahren haben bislang nicht nachweisen können, dass PET oder PET/CT die Ausbreitung von Tumoren besser erfassen können als dies mit herkömmlicher Diagnostik (z.B. CT) möglich ist.

Bis zum 21. Juni 2012 können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben

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