Prostatakrebspatienten

Neu: CE zertifizierter quantitativer PSA-Schnelltest in Deutschland erhältlich

PSA-Schnelltest ermöglicht Einzelmessungen direkt in der Praxis auf Laborniveau

CancerCheck-PSA Quelle: consile.deFreiburg, 12. April 2013. Ein neuer quantitativer PSA-Schnelltest für die patientennahe Diagnostik erleichtert jetzt das PSA-Screening für den niedergelassenen Arzt. In einer Studie mit 377 Patienten zeigte die Point-of-Care (POC) Messung von PSA eine gute Übereinstimmung mit einem sehr viel aufwändigeren Laborsystem. Der neue POC-Test eignet sich für die PSA-Messung direkt vor oder nach dem Patientengespräch in der Praxis.

Der neue PSA-Schnelltest wurde in einer klinischen Studie der Abteilung Urologie, Universität Tübingen, evaluiert. Dazu wurden zwischen Januar 2010 und März 2011 bei 377 Patienten die PSA-Werte mit einem Immulite 2000 Laborsystem gemessen und zusätzlich mit dem quantitativen Schnelltest CancerCheck® PSA bestimmt. Der Schnelltest liegt als Lateral-Flow-Assay in einer Testkassette vor und wird mittels eines kleinen POC-Readers (concile® Ω100) ausgewertet.

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Training als Therapie

Körperliche Aktivität verkürzt Zeit der Inkontinenz nach Prostata-OP Eine umfangreiche Studienanalyse der Deutschen Sporthochschule Köln mit über 2.500 Prostatakrebspatienten belegt, dass Schließmuskeltraining unter besonderer Berücksichtigung des Beckenbodens den Männern ihren „Halt“ zurückgibt.


Prostatakrebs punktgenau diagnostizieren

Biopsie-Gerät Quelle: NCT HeidelbergAls eine der ersten Kliniken weltweit hat die Urologische Universitätsklinik Heidelberg, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Markus Hohenfellner, seit kurzem ein neues Prostata-Biopsiesystem in Betrieb genommen. Das Verfahren dient der Erkennung von Prostatakrebs und kombiniert die Hochfeld-Magnet-Resonanz-Tomographie (Hochfeld-MRT) als bestes bildgebendes Verfahren für die Prostata mit einer neuen Ultraschall-Technik. So können die Ärzte punktgenau und nachvollziehbar an bestimmten Orten Gewebeproben entnehmen.


Chemoprävention senkt Prostatakrebs-Risiko um 25 Prozent

Professor Dr. med. Dr. h. c. Manfred WirthProstatakrebs geht alle Männer an. Information und Aufklärung über die bösartige Erkrankung der Vorsteherdrüse sowie über die Möglichkeiten der Früherkennung und der Prävention stehen deshalb immer wieder im Focus Deutscher Urologen. Nun will die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) Männer mit erhöhtem Prostatakrebs-Risiko über die Option der Chemoprävention aufklären, denn einer aktuellen US-Studie zufolge, kann für Risikopatienten eine Prostatakrebsreduktion von circa 25 Prozent erreicht werden.


Dosismessung bei der Behandlung von Prostatakrebs

Bei der Strahlentherapie versuchen die Ärzte, die Dosis im Tumor so hoch wie möglich zu halten, damit möglichst viele Krebszellen zerstört werden. Um zu vermeiden, dass dabei gesundes Gewebe geschädigt wird, ist es wichtig, die genaue Höhe der Dosis zu überprüfen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat dafür ein Messsystem entwickelt, bei dem die Aminosäure Alanin, deren Strahlungstransporteigenschaften denen menschlichen Gewebes ähneln, als Indikator verwendet wird. Bestrahlt man Alanin, dann entstehen freie Radikale, deren Konzentration mit Hilfe der Elektronen-Spin- Resonanz (ESR) gemessen wird. Daraus lässt sich die Energiedosis ableiten. Erste Untersuchungen an einem Phantom – und auch bereits an Patienten – haben gezeigt, dass die Methode gut funktioniert.


Hormontherapie bei Prostatakrebs

Berlin – Patienten mit nicht operablem Prostatakrebs erhielten bisher häufig ausschließlich eine Hormontherapie. Diese soll das Wachstum des Tumors bremsen, indem sie die Freisetzung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron hemmt. Eine begleitende Strahlentherapie kann die Überlebenschancen der Patienten jedoch deutlich verbessern. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer Studie hin, die kürzlich im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.


Lebensqualität bei Prostatakrebs

Die Stiftung Männergesundheit sucht für eine Online-Umfrage deutschlandweit 1.500 Männer, die in den letzten sechs bis 18 Monaten wegen einer Prostatakrebs-Erkrankung behandelt wurden. Die Patienten werden gebeten, insgesamt 95 Fragen zu ihrer derzeitigen Lebensqualität, ihrem körperlichen und seelischen Befinden sowie ihrer allgemeinen Lebenssituation zu beantworten.


Nutzen des PSA-Test weiterhin unklar

Die Konzentrationsmessung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut wird in vielen Ländern als Methode zur Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt. Seit der Einführung dieser Untersuchung haben sich 4ng/ml als kritischer Wert der PSA-Konzentration herausgestellt. Eine genaue Definition des Grenzwertes ist jedoch problematisch: Ein Wert unter 4 ng/ml schließt noch keinen Tumor aus, eine höhere Konzentration kann auch bei einer gutartigen Veränderung der Prostata auftreten. Eine sichere Diagnose gelingt erst durch eine Gewebeprobe. Um den Nutzen des PSA-Screenings für den Patienten zu ermitteln, untersuchten Forscher der Universität Genf die durch Prostatakrebs bedingte Sterblichkeitsrate in 38 verschiedenen Ländern. Es zeigten sich drei Trends: In sieben Ländern sank die Sterberate auf ein Niveau, das niedriger war als vor der Einführung des Screening-Verfahrens. In weiteren 14 Ländern sank die Prostatakrebssterblichkeit ebenfalls, jedoch nicht unter das Niveau vor der Einführung des PSA-Tests. In den verbliebenen 17 Ländern nahm die Sterberate trotz des PSA-Screenings zu. Ob die gesunkene Sterberate tatsächlich auf das PSA-Screening oder eher auf eine bessere Krebstherapie zurückzuführen ist, ist noch nicht klar. Weitere Studien aus den USA und Europa, die mehr als 220 000 Patientendaten umfassen, sollen weitere Ergebnisse liefern.


Krebs- Überlebensrate in Deutschland nur im Mittelfeld

Berlin, 18.Juli 2008. Die Ergebnisse einer soeben im Fachjournal Lancet Oncology veröffentlichten Studie scheinen zu belegen, dass die Überlebensrate deutscher Krebspatienten international nur mittelmäßig ist. Es liegt nahe, hierfür auch die deutsche Gesundheitspolitik verantwortlich zu machen. Bevor jedoch solche oder andere Schlüsse gezogen werden, muss eine differenzierte Prüfung der Daten und ihrer Auswertung erfolgen. Prof. Dr. Werner Hohenberger, der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, warnt vor vereinfachenden und vorschnellen Interpretationen: „Statistiken sind Teil eines komplexen Ursachenzusammenhanges. Gerade bei Krebserkrankungen spielen viele Einflussgrößen eine Rolle, die sich nur bedingt in Form messbarer Daten abbilden lassen.“


Prostatakrebs zunehmend bestrahlen

Berlin, Juni 2008 – Das Prostatakarzinom ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes diagnostizieren Ärzte jährlich fast 50 000 Neuerkrankungen. Noch vor wenigen Jahren galt es als einzige erfolgversprechende Ersttherapie, die Vorsteherdrüse zu entfernen. Heute steht zunehmend die Strahlentherapie als Alternative – vor allem bei älteren Patienten – zur Verfügung. Darauf weisen Ergebnisse, die auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) vorgestellt wurden, hin. So kann bei Patienten in Frühstadien und mit guten Prognosefaktoren bei bis zu 90 Prozent der Tumor mit einer hochdosierten Strahlentherapie dauerhaft kontrolliert werden. Für den vermehrten Einsatz der Strahlentherapie sprechen nicht nur die guten Erfolgsaussichten, sondern auch die geringere Rate an Komplikationen und Nebenwirkungen. Impotenz und Inkontinenz – häufige Folgen einer Operation – bleiben so vielen Patienten erspart.