CancerCheck-PSA Quelle: consile.de
Prostatakrebs

Nutzen des PSA-Test weiterhin unklar

18. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Die Konzentrationsmessung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut wird in vielen Ländern als Methode zur Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt. Seit der Einführung dieser Untersuchung haben sich 4ng/ml als kritischer Wert der PSA-Konzentration herausgestellt. Eine genaue Definition des Grenzwertes ist jedoch problematisch: Ein Wert unter 4 ng/ml schließt noch keinen Tumor aus, eine höhere Konzentration kann auch bei einer gutartigen Veränderung der Prostata auftreten. Eine sichere Diagnose gelingt erst durch eine Gewebeprobe. Um den Nutzen des PSA-Screenings für den Patienten zu ermitteln, untersuchten Forscher der Universität Genf die durch Prostatakrebs bedingte Sterblichkeitsrate in 38 verschiedenen Ländern. Es zeigten sich drei Trends: In sieben Ländern sank die Sterberate auf ein Niveau, das niedriger war als vor der Einführung des Screening-Verfahrens. In weiteren 14 Ländern sank die Prostatakrebssterblichkeit ebenfalls, jedoch nicht unter das Niveau vor der Einführung des PSA-Tests. In den verbliebenen 17 Ländern nahm die Sterberate trotz des PSA-Screenings zu. Ob die gesunkene Sterberate tatsächlich auf das PSA-Screening oder eher auf eine bessere Krebstherapie zurückzuführen ist, ist noch nicht klar. Weitere Studien aus den USA und Europa, die mehr als 220 000 Patientendaten umfassen, sollen weitere Ergebnisse liefern.

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Prostatakrebs

digital-rektale Untersuchung

23. März 2005 Detlef Hoewing 0

22.03.2005 – ISTANBUL (MedCon) – Derzeit wird nach einem interdisziplinären Konsens eine jährliche Früherkennungsuntersuchung mit Hilfe der digital-rektalen Untersuchung (DRU) und der Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) bei allen Männern ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Welchen Stellenwert die beiden Untersuchungsverfahren in der Praxis haben, wurde von Dr. med. Pia Bader und Kollegen aus der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Detlef Frohneberg vom Städtischen Klinikum Karlsruhe evaluiert. Dabei sollte auch die Frage angesprochen werden, ob ein Prostatakarzinom mit einem niedrigen PSA-Wert wirklich ein „harmloser Tumor“ ist.

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