Referenten der Pressekonferenz beim Deutschen Krebskongress 2014
Krebskongress 2014

Grossstudien für den Kampf gegen Prostatakrebs

22. Februar 2014 Detlef Hoewing 0

PSA-Test und Therapien auf dem Prüfstand

Referenten der Pressekonferenz beim Deutschen Krebskongress 2014Berlin, 22. Februar 2014 (gb) – Etwa 70.000 Männer in Deutschland werden im Jahr 2014 die Diagnose Prostatakrebs erhalten – rund 2.400 mehr als noch 2013. „Innovative und wissenschaftlich gesicherte Früherkennungsmethoden und Therapien sind unabdingbar, um dieser Entwicklung zu begegnen“, sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, anlässlich einer Pressekonferenz heute am Samstag, den 22. Februar 2014, auf dem Deutschen Krebskongress 2014. Die gemeinnützige Organisation finanziert derzeit gleich zwei urologische Großprojekte: Im Rahmen der PREFERE-Studie soll die Frage nach der individuell besten Therapie beantwortet werden. Die PROBASE-Studie untersucht den Stellenwert des PSA-Screenings bei der Prostatakrebsfrüherkennung. „Mit diesen Studien widmen wir uns den am meisten diskutierten Themen der urologischen Onkologie“, so Nettekoven weiter.

Derzeit müssen sich Betroffene, bei denen Prostatakrebs im frühen Stadium diagnostiziert wurde, noch zwischen den vier gängigen Behandlungsoptionen entscheiden: das operative Entfernen der Prostata, eine Strahlenbehandlung, die sogenannte Brachytherapie – hier werden winzig kleine Kapseln dauerhaft in die Prostata implantiert und bestrahlen den Tumor von innen – und die Aktive Überwachung.

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Prof. Dr. med. Michael Stöckle - Quelle: Wahlers PR
DGU-Kongress 2013

65. Urologen-Kongress endete heute mit Appell zum differenzierten Einsatz des PSA-Testes

28. September 2013 Detlef Hoewing 0

Deutschlands Urologen und die europäischen urologischen Grundlagenforscher der EAU Section of Urological Research (ESUR) beendeten heute ihre gemeinsame Jahrestagung. Rund 7300 Teilnehmer aus aller Welt besuchten den 65. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) unter der Leitung von DGU-Präsident Prof. Dr. Michael Stöckle vom 25. bis 28. September 2013 in der Messe Dresden.

Wissenschaftsaustausch in allen Gebieten der Urologie stand in mehr als 100 Einzelveranstaltungen auf der Agenda. Dazu zählen Volkskrankheiten wie Harnsteinerkrankungen und die gutartige Vergrößerung der Prostata sowie urologische Krebserkrankungen der Prostata, der Blase, der Nieren und der Hoden. Letztere machen zusammen rund ein Viertel aller Krebserkrankungen in Deutschland aus.

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Kongress - pixabay
DGU-Kongress 2013

Urologen läuten in Dresden neue Runde der PSA-Diskussion ein

13. Juni 2013 Detlef Hoewing 0

Dresden. Das Ziel ist hoch gesteckt: Deutschlands Urologen wollen die seit Jahren hitzige öffentliche Debatte um den sogenannten PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs in eine sachliche Diskussion überführen. Zu diesem Zweck veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) anlässlich ihrer 65. Jahrestagung in Dresden eine Expertenrunde auf höchster Ebene. DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch lädt die Medienvertreter ausdrücklich zu dem Öffentlichkeitsforum am 26. September 2013, 13.00 bis 14.45 Uhr in der Messe Dresden ein.

„Wir wollen die aufgeheizte Situation beruhigen und mithilfe hochrangiger Pro- und Contra-Vertreter eine neue Debatte über den adäquaten Umgang mit der PSA-gestützten Früherkennung des Prostatakarzinoms auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse initiieren“, sagt DGU- und Kongresspräsident Prof. Dr. Michael Stöckle. Dazu gehöre es auch, jüngste Entwicklungen in den USA zu thematisieren, wo man von einer generellen Screening-Empfehlung für Männer zwischen 50 – 75 Jahren abgerückt ist. Die Dresdener Runde ist prominent besetzt und verspricht einen konstruktiven Diskurs: Vor Ort treffen die PSA-Kritiker Dr. Klaus Koch vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen und Dr. Bernhard Egger aus dem GKV-Spitzenverband auf die PSA-Befürworter Prof. Dr. Peter Albers, Urologe und Vizepräsident der Deutschen Krebsgesellschaft, und Prof. Dr. Franz Recker, Prostatakrebs-Experte aus der Schweiz. Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) ist mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden, Paul Enders, vertreten. 

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CancerCheck-PSA Quelle: consile.de
Prostatakrebs

Nutzen des PSA-Test weiterhin unklar

18. Juli 2008 Detlef Hoewing 0

Die Konzentrationsmessung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut wird in vielen Ländern als Methode zur Früherkennung von Prostatakrebs eingesetzt. Seit der Einführung dieser Untersuchung haben sich 4ng/ml als kritischer Wert der PSA-Konzentration herausgestellt. Eine genaue Definition des Grenzwertes ist jedoch problematisch: Ein Wert unter 4 ng/ml schließt noch keinen Tumor aus, eine höhere Konzentration kann auch bei einer gutartigen Veränderung der Prostata auftreten. Eine sichere Diagnose gelingt erst durch eine Gewebeprobe. Um den Nutzen des PSA-Screenings für den Patienten zu ermitteln, untersuchten Forscher der Universität Genf die durch Prostatakrebs bedingte Sterblichkeitsrate in 38 verschiedenen Ländern. Es zeigten sich drei Trends: In sieben Ländern sank die Sterberate auf ein Niveau, das niedriger war als vor der Einführung des Screening-Verfahrens. In weiteren 14 Ländern sank die Prostatakrebssterblichkeit ebenfalls, jedoch nicht unter das Niveau vor der Einführung des PSA-Tests. In den verbliebenen 17 Ländern nahm die Sterberate trotz des PSA-Screenings zu. Ob die gesunkene Sterberate tatsächlich auf das PSA-Screening oder eher auf eine bessere Krebstherapie zurückzuführen ist, ist noch nicht klar. Weitere Studien aus den USA und Europa, die mehr als 220 000 Patientendaten umfassen, sollen weitere Ergebnisse liefern.

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Krankenkassen - pixabay
Prostatakrebs

PSA-Diskussion

18. Februar 2005 Detlef Hoewing 0

In der Diskussion um den PSA-Test sorgt jetzt die Wiederveröffentlichung einer alten Broschüre des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V. (MDS) erneut für Schlagzeilen. Schon bei ihrer ersten Veröffentlichung, im April 2001, sahen sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen (BDU) zu einer kritischen Stellungnahme veranlasst:

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