In nur eineinhalb Minuten ermittelt dieser Prototyp eines Diagnosegeräts, ob die Gewebeprobe der Prostata gut- oder bösartig ist. - © Fraunhofer IKTS
Prostatakrebs

Radiotherapie des Prostatakrebs

26. September 2015 Detlef Hoewing 0

Mit der Strahlendosis steigen die Überlebenschancen Berlin – Eine Intensivierung der Strahlentherapie verbessert bei Patienten mit Prostatakarzinom die Chancen, die Krebserkrankung langfristig zu überleben. Dies zeigen die Auswertungen eines großen US-amerikanischen Krebsregisters. Die größten Vorteile einer Dosissteigerung hatten dort Patienten mit den aggressiven Tumoren. Bei Patienten mit wenig aggressiven Tumoren war eine konventionelle Strahlendosis ausreichend. Wenn bei älteren Patienten mit langsamerem Wachstum des Krebs eine Therapie notwendig ist, sollte eine schonende Behandlung wie die Strahlentherapie bevorzugt werden, kommentiert die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO). Prostatakrebs ist mit 64 500 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung und die dritthäufigste Krebstodesursache bei Männern. Die Strahlentherapie wird beim Prostatakrebs seit langem als Alternative zur Operation angeboten. Im Frühstadium wird in der Regel eine externe Radiotherapie durchgeführt. Moderne Bestrahlungsgeräte umkreisen dabei den Patienten. Die Strahlen treffen aus verschiedenen Richtungen auf den Tumor, indem die Strahlendosis wie mit einer Lupe fokussiert wird. „Dies schont das umgebende Gewebe und vermeidet eine Inkontinenz. Bei der Strahlentherapie bleiben gesunde Abschnitte der Prostata erhalten“, erläutert Professor Dr. med. Thomas Wiegel, Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Ulm und Sprecher der Organgruppe Prostata der DEGRO. Die gute Verträglichkeit der Radiotherapie und technische Fortschritte der Bestrahlungsgeräte haben es in den letzten Jahren ermöglicht, die […mehr lesen]

Kompressionstherapie beim Arm-Lymphödem - Das Positive daran, ich kann damit alt werden - Bildrechte: medi GmbH & Co. KG
Brustkrebs

Bei Brustkrebs auch die Lymphknoten behandeln

17. August 2015 Detlef Hoewing 0

Erweiterte Strahlentherapie senkt Rückfallrisiko Berlin – Etwa 72 000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs. Die Bestrahlung oder Radiotherapie ist seit langem fester Bestandteil der Brustkrebs-behandlung. Zwei aktuelle Studien zeigen nun, dass viele Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium von einer erweiterten Strahlentherapie profitieren, bei der die Ärzte auch die benachbarten Lymphknoten in das Strahlenfeld einbeziehen. Dies verringert nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) langfristig die Risiken für eine spätere Wiedererkrankung. Ein Brustkrebs im Frühstadium wird heute meist brusterhaltend behandelt. Dabei beschränkt sich die Operation auf die Entfernung des Tumors und des umgebenden Gewebes. Wenn ein oder mehrere Lymphknoten betroffen sind, erhalten die Brustkrebspatientinnen neben der Bestrahlung fast immer eine unterstützende Chemotherapie, manchmal auch eine Hormontherapie oder eine Kombination aus beidem. Eine Bestrahlung der Brustdrüse nach der Operation soll verhindern, dass es später erneut zum Krebswachstum kommt. „Die Radiotherapie hat die brusterhaltende Operation erst möglich gemacht“, sagt Professor Dr. med. Wilfried Budach, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Düsseldorf. „Sind keine Lymphknoten befallen, kann die Bestrahlung auf die Brustdrüse beschränkt werden“, erläutert der DEGRO-Vize-Präsident. Finden die Ärzte jedoch Krebszellen in den Lymphknoten oder besteht ein hohes Risiko hierfür, können sie die Strahlentherapie auf die […mehr lesen]

mCT - Quelle: Institut für Klinische Radiologie und Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Mannheim
Brustkrebs

Brustkrebs: Radiotherapie kann Patientinnen schmerzhaftes Lymphödem ersparen

13. November 2014 Detlef Hoewing 0

Berlin – Bei Brustkrebspatientinnen untersuchen behandelnde Ärzte immer auch, ob die Lymphknoten in der Achselhöhle befallen sind. Ist das der Fall, werden diese operativ entfernt. Eine Folgewirkung der Operation kann sein, dass sich Lymphflüssigkeit staut und der Arm schmerzhaft anschwillt. Bei vielen Frauen im Frühstadium des Brustkrebses kann das Lymphödem verhindert werden, wenn sie nach der Wächterlymphknotenentfernung keine weitere Operation, sondern eine Radiotherapie erhalten. Dies kam in einer europäischen Studie heraus, die nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) die Behandlung des Brustkrebses verändern wird. An der Studie hatten neun europäische Länder und fast 5000 Frauen mit einem Frühkarzinom teilgenommen. Der Tumor war bei ihnen kleiner als drei Zentimeter und die Lymphknoten in der Achsel waren noch nicht tastbar. „In dieser Situation besteht die Behandlung in einer brusterhaltenden Entfernung des Tumors, des Wächterlymphkotens und einer Bestrahlung der Brust“, berichtet DEGRO-Präsident Professor Dr. med. Michael Baumann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Dresden. Da ein Tastbefund den Befall der Achsel nicht sicher ausschließt, werden heute vor der Operation durch Einspritzen von Farbe jene Lymphknoten markiert, die für das Ableiten der Lymphe aus der Brust zuständig sind. „Die probeweise Entfernung und Untersuchung dieser sogenannten Wächter-Lymphknoten zeigt […mehr lesen]

Der Weg des Katheters bei der Selektiven Internen Radiotherapie - Quelle: SIRT
Leberkrebs

Leberkrebs-Webportal jetzt auch für Österreich und die Schweiz

30. Januar 2013 Detlef Hoewing 0

Netzwerk der Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie nun im gesamten deutschsprachigen Raum verfügbar

Der Weg des Katheters bei der Selektiven Internen Radiotherapie - Quelle: SIRTBerlin, 29. Januar 2013. Seit einem Jahr informiert die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie über die Behandlung von Tumoren und Metastasen in der Leber mit der SIRT. Bislang bündelte sie auf ihrer Webseite www.leberkrebstherapie.org vor allem Informationen für Patienten und Ärzte aus Deutschland. Ab heute stehen die Experten auch Ärzten und Patienten aus Österreich und der Schweiz für Fragen rund um die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) zur Verfügung. Unterstützung erhalten sie dabei vom Neu-Mitglied und Schweizer SIRT-Experten PD Dr. Niklaus Schäfer vom UniversitätsSpital Zürich.

Krebs in der Leber wird oftmals erst dann entdeckt, wenn er nicht mehr operativ entfernt werden kann. Viele Klinken setzen dann auf die Selektive Interne Radiotherapie (SIRT) – eine Behandlung, bei der winzige, radioaktive Kunstharzkügelchen den Tumor gezielt im Inneren des Körpers bestrahlen und ihn so stark verkleinern können.

Bislang waren präzise und zuverlässige Informationen zur Therapie für Patienten und zuweisende Ärzte schwer zu finden. Um dem abzuhelfen, hat die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie im vergangenen Jahr das Webportal www.leberkrebstherapie.org ins Leben gerufen – bislang mit dem Schwerpunkt Deutschland.

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Ärzte des UKL bereiten den Einsatz der Selektiven Internen Radiotherapie SIRT vor. Dabei werden den Patienten mikroskopisch kleine, strahlende Kügelchen injiziert, die die Krebszellen gezielt zerstören. Foto: Stefan Straube/ UKL
Leberkrebs

Strahlende Mikrokügelchen gegen Krebs

11. September 2012 Detlef Hoewing 0

Ärzte des UKL bereiten den Einsatz der Selektiven Internen Radiotherapie SIRT vor. Dabei werden den Patienten mikroskopisch kleine, strahlende Kügelchen injiziert, die die Krebszellen gezielt zerstören. Foto: Stefan Straube/ UKLPunktgenaue Bestrahlung der krankmachenden Krebszellen, ohne gesundes Gewebe zu schädigen und den Körper zu belasten: Das ermöglicht das innovative Verfahren der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT). Am Universitätsklinikum Leipzig ist das Verfahren mit großem Erfolg in der Behandlung fortgeschrittener Leberkrebserkrankungen etabliert worden.

Das nuklearmedizinische Therapieverfahren bietet vor allem Patienten mit fortgeschrittenen Lebertumoren Hoffnung. Wenn eine Operation aufgrund der Größe des Tumors oder der Zahl der Metastasen nicht mehr in Frage kommt, kann der Krebs durch die gezielte „innere“ Bestrahlung direkt im Körper gestoppt werden.

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Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012
Leberkrebs

Schnelle Hilfe bei Tumoren und Metastasen in der Leber

29. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012

Berlin, – Jedes Jahr entwickeln in Deutschland circa 30.000 Patienten im Laufe ihrer Krebserkrankung Metastasen in der Leber. Die Häufigkeit von Primärtumoren der Leber steigt seit einigen Jahren. Die Therapie von Tumoren und Metastasen in der Leber wird auch Thema auf dem 30. Deutschen Krebskongress sein, welcher zurzeit in Berlin stattfindet. Die Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie möchte diesen als Auftakt für ihr aktuelles Projekt nutzen und verstärkt zu den Möglichkeiten der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) bei der Behandlung von Tumoren in der Leber informieren: Sie steht ab heute im World Wide Web mit einem umfangreichen Portal zur Verfügung. www.leberkrebstherapie.org richtet sich an Patienten, Angehörige, Ärzte und andere Interessenten und bietet ihnen umfassende Informationen rund um die Selektive Interne Radiotherapie, Beratung in Form einer Online- Sprechstunde und Kontakt zu durchführenden Kliniken in ganz Deutschland.

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Hirntumor - Quelle: NGFN
Hirntumoren

Neues Verfahren zur Behandlung bösartiger Hirntumoren

19. April 2005 Detlef Hoewing 0

Am Universitätsklinikum Rostock können jetzt Patienten mit extrem bösartigen Hirntumoren durch ein neues Behandlungssystem therapiert werden: Bei der interkavitären Radiotherapie erfolgt die Bestrahlung durch eine radioaktive Substanz, die am Ort des zuvor entfernten Tumors wirksam wird. Auf diese Weise soll ein Nachwachsen des Tumors nachhaltig verhindert, die Überlebensdauer der Patienten verlängert werden. In Deutschland stand diese Therapie bislang nur an zwei Kliniken zur Verfügung. Das Universitätsklinikum Rostock ist die erste universitäre Einrichtung europaweit, die dieses Verfahren als Standardtherapie einsetzt.

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