BU: Dickdarmkrebs unter dem Fluoreszenzmikroskop
Allgemein

Darmspiegelung schon ab 50 – vor allem für Männer

11. Februar 2017 Detlef Hoewing 0

Ab dem Alter von 55 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte Anspruch auf eine Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs. Eine gemeinsame Studie vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der AOK Baden-Württemberg, der Bosch BKK und MEDI Baden-Württemberg legt nun nahe, diese Altersgrenze zu senken: Die Untersuchung ist routinemäßig schon ab dem Alter von 50 sinnvoll – insbesondere für Männer. 2002 wurde die Vorsorge-Darmspiegelung in das Krebs-Früherkennungsprogramm der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Ab dem Alter von 55 Jahren haben Versicherte Anspruch auf die Untersuchung, bei der eventuell entdeckte Krebsvorstufen sogleich entfernt werden können. Seither ist die Darmkrebs-Neuerkrankungsrate deutlich zurückgegangen – und zwar ausschließlich in der Altersgruppe, der das Screening angeboten wird. „In den ersten zehn Jahren haben mehr als vier Millionen Menschen an einer Vorsorge-Darmspiegelung teilgenommen. Das hat nach unseren Berechnungen etwa 180.000 Darmkrebsfälle verhindert“, sagt Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Der Heidelberger Präventionsexperte und seine Kooperationspartner suchen nach Möglichkeiten, diese Rate noch weiter zu verbessern. Interview des DkfZ mit Prof. Dr. Hermann Brenner:   Bei Menschen ohne familiäre Belastungen tritt Darmkrebs vor dem Alter von 50 Jahren äußerst selten auf. Danach steigt die Erkrankungsrate kontinuierlich an. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen daher die Krebsvorsorge bereits ab 50 Jahren. „Durch die Zusammenarbeit mit der AOK Baden-Württemberg, […mehr lesen]

Brustuntersuchung - Quelle: Humannews
Brustkrebs

Neue Methoden für ein optimiertes Screening

27. April 2016 Detlef Hoewing 0

Berlin/Leipzig, 26.04.2016. Das deutsche Früherkennungsprogramm für Brustkrebs setzt ganz auf die Mammographie. Doch diese Methode hat nicht zuletzt bei Frauen mit dichtem Brustdrüsengewebe Grenzen: Je dichter die Brust, desto schwieriger wird es, bösartige Tumore zu erkennen. MRT-, Ultraschall-, und Tomosynthese-Untersuchungen, aber auch neue Methoden wie die dreidimensionale Cone-Beam-Brust-CT können dazu beitragen, die Brustkrebs-Früherkennung und die Abklärungsdiagnostik zielgerichteter zu gestalten und besser auf individuelle Gegebenheiten abzustimmen. Neue Erkenntnisse hierzu bringt der 97. Deutsche Röntgenkongress, 4. bis 7. Mai 2016 in Leipzig. Die Mammographie ist beim deutschen Brustkrebs-Screening-Programm derzeit die universell eingesetzte Methode, um verdächtige Strukturen in der Brust zu entdecken. Diese werden dann bei Bedarf in einem zweiten Schritt im Rahmen der so genannten Abklärungsdiagnostik unter Einsatz weiterer bildgebender Methoden sowie mit Hilfe von Nadelbiopsien genauer untersucht. Das standardisierte Vorgehen hat viele Vorteile, es wird aber nicht jeder Frau gerecht: „Die Methode hat Grenzen bei Frauen mit dichtem Brustgewebe. Hier zeigen Studien, dass der Mammographie von 100 bösartigen Tumoren etwa 40 entgehen“, betont Dr. Susanne Wienbeck, Radiologin am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Brustzentrum der Universitätsmedizin Göttingen. Wienbeck und andere Radiologen, die sich mit der Brustkrebsdiagnostik beschäftigen, plädieren deswegen für eine individualisiertere Herangehensweise an das Screening, um die Trefferquote […mehr lesen]

Herstellung eines Gewebeschnittes - Foto: S. Willax/TU München
Brustkrebs

Brustkrebs-Früherkennung durch Screening

16. April 2016 Detlef Hoewing 0

Häufiger aggressive Tumorvorstufen bei Älteren Seit Einführung der qualitätsgesicherten und flächendeckenden Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland durch digitales Mammographie-Screening werden etwa doppelt so viele Tumorvorstufen – „ductale Carcinomata in situ“ (DCIS) – wie zuvor entdeckt. In diesem Stadium sind die Tumorzellen auf die Milchgänge der weiblichen Brust beschränkt und haben die Basalmembran noch nicht durchbrochen, so dass sie noch nicht metastasierend im Körper streuen können. „Der potentielle Screeningvorteil, einen aggressiven Brustkrebs durch die Diagnose als Vorstufe und durch eine entsprechende Therapie zu verhindern, tritt häufiger unter älteren als unter jüngeren Teilnehmerinnen auf“, sagt Privatdozentin Dr. Stefanie Weigel, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Klinische Radiologie und des Referenzzentrum Mammographie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Ausgewertet wurden die entdeckten Tumorvorstufen DCIS nach Kernmalignitätsgrad (hoch, intermediär und gering) und nach 5-Jahres-Altersgruppen zwischen 50 und 69 Jahren bei 733.905 Frauen, die in den Jahren zwischen 2005 und 2008 erstmals am Mammographie-Screening in Nordrhein-Westfalen teilgenommen hatten. Die höchste DCIS-Erkennungsrate ergab sich für die aggressivsten Vorstufe (hoher Kernmalignitätsgrad) bei Frauen zwischen 65 und 69 Jahren (0,8 pro 1.000 gescreenter Frauen im Vergleich zu 0,5 pro 1.000 gescreenter Frauen der jüngeren Altersgruppen von 50 bis 64 Jahre). Im Gegensatz dazu lag die Detektion des DCIS vom geringen Kernmalignitätsgrad in der […mehr lesen]

Plakatmotiv Ich bin dabei - Kooperationsgemeinschaft Mammographie | Urs Kuckertz Photography
Brustkrebs

Kooperationsgemeinschaft Mammographie startet Aktion „Ich bin dabei“

2. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Brustkrebsmonat Oktober: Einfach mehr wissen!

Plakatmotiv Ich bin dabei -  Kooperationsgemeinschaft Mammographie | Urs Kuckertz PhotographyWissen Frauen genug über das Mammographie-Screening-Programm? Die Antwort lautet nein. Nach einer aktuellen, vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie* der Woman´s Health Coalition zeigen sich noch Wissenslücken, obwohl das Screening bereits seit 2009 flächendeckend rund 10,5 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre in Deutschland angeboten wird. Ein Teil der Frauen kennt beispielsweise nicht den Zusammenhang zwischen fortschreitendem Alter und steigendem Brustkrebsrisiko, kann das Screening nur schwer von anderen Brustkrebs- Früherkennungsmaßnahmen unterscheiden und setzt Früherkennung mit „Vorsorge“ gleich.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie startet deshalb im Oktober mit einem neuen Informationsangebot für Frauen unter http://www.mammo-ich-bin- dabei.de/. In Zusammenarbeit mit dem Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums wird auch eine kostenlose, telefonische Beratung durch den KID unter 0800-4203040 angeboten. Die bundesweite Aktion wird begleitet durch Plakatierung, TV-Spot und Infoblatt, das im Oktober an rund 500.000 anspruchsberechtigte Frauen versendet wird.

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Unter dem Rasterelektronenmikroskop: Hydrogel mit hoher Porendichte als mögliche Basis eines Prostata-Modells (Aufnahme: Dr. Friederike J. Gruhl, KIT)
Prostatakrebs

PROBASE: Große deutsche Studie zum Prostatakrebs-Screening

1. Oktober 2013 Detlef Hoewing 0

Dresden, 27. September 2013 – Ziel der PROBASE-Studie (Risk-adapted prostate cancer early detection study based on a “baseline” PSA value in young men – a prospective multicenter randomized trial) ist eine Optimierung des Prostatakrebs-Screenings mithilfe des PSA-Werts. Sie untersucht die Hypothese, ob in Abhängigkeit von der Höhe eines einmalig bestimmten PSA-Werts im Alter von 45 Jahren ein risikoadaptiertes Vorgehen bei der Prostatakrebs-Vorsorge möglich ist. Sie wurde als Nachfolgestudie der bereits publizierten großen europäischen Screening-Studie entwickelt und stellt aktuell die weltweit größte Studie ihrer Art dar.1,2 Das Gesamtprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Bosbach, MdB, und wird von der Deutschen Krebshilfe (DKH) gefördert.

Unter Leitung von Prof. Dr. Peter Albers vom Universitätsklinikum Düsseldorf und Prof. Dr. Nikolaus Becker aus der Abteilung für Krebsepidemiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg prüfen drei weitere deutsche Zentren (Prof. Dr. Jürgen E. Gschwend, TU München-Klinikum rechts der Isar; Prof. Dr. Markus Hohenfellner, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Prof. Dr. Markus Kuczyk, Medizinische Hochschule Hannover) diesen Ansatz zur Optimierung des PSA-Screenings, der bisher noch in keiner Studie weltweit systematisch und prospektiv untersucht wurde. Der Stellenwert des PSA-Screenings in regelmäßigen Abständen bei allen Männern ab einem bestimmten Alter wird international diskutiert.

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Kolonpolypen sind Gewebevorwölbungen in das Lumen des Kolons. Einige Arten der Kolonpolypen sind Präkanzerosen für das Kolonkarzinom. - Quelle: Endoskopie-Atlas
Darmkrebs

Colonkarzinom: Vorsorge per Blutprobe

28. März 2013 Detlef Hoewing 0

  Kolonpolypen sind Gewebevorwölbungen in das Lumen des Kolons. Einige Arten der Kolonpolypen sind Präkanzerosen für das Kolonkarzinom.  - Quelle: Endoskopie-AtlasNoch ist die Darmkrebsvorsorge mit einer Blutprobe Zukunftsmusik. Doch Forscher haben Marker entdeckt, mit denen eine Umsetzung möglich erscheint.

Die Krebsfrüherkennung ist ein wichtiges Instrument. Den Versicherten stehen die Vorsorgeleistungen zu – doch viel zu wenige nutzen sie. Zur Koloskopie, die ab dem 55. Lebensjahr als gesetzliche Vorsorgeleistung durchgeführt und nach zehn Jahren wiederholt werden kann, gehen nur etwa 20 Prozent der Bundesbürger, die einen Anspruch darauf haben. Wäre die Darmkrebsvorsorge mit einem Bluttest möglich, sähen die Teilnahmeraten vermutlich anders aus. Zukunftsmusik? In der Tat. Doch Wissenschaftler der Charitè und des Max Planck Instituts für molekulare Genetik in Berlin haben nach ihren neuesten Ergebnissen diese Möglichkeit im Hinterkopf.

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Bildanalyse-Software zur computerunterstützen Erkennung veränderter Muttermale in Digitalfotos - Quelle: Datinf® GmbH
Brustkrebs

Brustkrebs bei Frauen auch zwischen Screening-Terminen

22. März 2013 Detlef Hoewing 0

Ultraschall kann „Intervallkarzinome“ entdecken

Berlin, 21. März 2013 – Zwischen zwei Röntgen-Reihenuntersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs wachsen bei einigen Frauen Tumore heran. Mittels Ultraschall könnten Ärzte einige dieser Tumore schon vor dem nächsten Screening-Termin entdecken und einer Therapie zuführen. Welche Konzepte den zusätzlichen Ultraschalluntersuchungen bei der Früherkennung von Brustkrebs zugrunde liegen, ist Gegenstand der heute in Berlin stattfindenden Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM).

Seit dem Jahr 2005 bieten Krankenkassen Frauen in Deutschland die Teilnahme an einem nationalen Mammografie-Screening-Programm an: Versicherte zwischen 50 und 69 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine Röntgenuntersuchung der Brust, eine Mammografie. Ziel des Programms ist es, möglichst viele Brustkrebsfälle früh zu erkennen und den betroffenen Frauen dadurch eine frühe Behandlung und Heilung zu ermöglichen. Erste wissenschaftliche Ergebnisse zum Programm zeigen, wie viele Brustkrebserkrankungen zudem im zweijährigen Screening-Intervall diagnostiziert werden.

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Informierte Entscheidung
Brustkrebs

Weltfrauentag | Brustkrebsfrüherkennung: Selbst ist die Frau!

8. März 2013 Detlef Hoewing 0

Informierte EntscheidungMit dem 50. Lebensjahr erhalten Frauen in Deutschland ihre erste Einladung zum Mammographie-Screening. Ob frau daran teilnimmt, entscheidet sie selbst. Deshalb sollte sie gut informiert sein, welche Vorteile und Risiken die Brustkrebsfrüherkennung hat. Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie greift anlässlich des Weltfrauentags die gängigsten Irrtümer zur Brustkrebsfrüherkennung auf und klärt auf über „Medizinerlatein“.

Schützt Früherkennung vor Brustkrebs?

Eine Früherkennungsuntersuchung kann Brustkrebs nicht verhindern! Doch kann sie Krebs in einem sehr frühen Stadium entdecken und damit eine schonende, erfolgreiche Behandlung ermöglichen. Früherkennung soll Leben retten. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes (RKI) können durch das Mammographie-Screening-Programm in Deutschland rund 2.000 Frauen jährlich mehr den Brustkrebs überleben. Zurzeit erkranken rund 72.000 Frauen im Jahr an Brustkrebs, rund 17.000 (RKI) sterben daran.

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Bildanalyse-Software zur computerunterstützen Erkennung veränderter Muttermale in Digitalfotos - Quelle: Datinf® GmbH
Brustkrebs

Mammographie-Screening in Deutschland auf sehr gutem Weg

24. Februar 2012 Detlef Hoewing 0

Berlin. Zum zweiten Mal seit Einführung des größten europäischen Mammographie-Screening-Programms im Jahr 2005 legt die Kooperationsgemeinschaft Mammographie die Auswertungen der Daten für Deutschland in einem Evaluationsbericht vor. Erstmalig finden sich im aktuellen Bericht Ergebnisse für die „Folgerunden“, da im Auswertungszeitraum 2008-2009 die Einführung des Mammographie-Screening-Programms weitgehend abgeschlossen war und Frauen bereits wiederholt (im Zwei-Jahres-Intervall) am Screening teilgenommen haben.

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Postkarte für die Darmkrebs-Vorsorge - Quelle: Dr. Thomas Block
Darmkrebs

Darmkrebs erkennen, bevor er entsteht

29. Mai 2009 Detlef Hoewing 0

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Forschungsvorhaben mit einem Gesamtumfang von 1,3 Millionen Euro zur Früherkennung von Darmkrebs, das Wissenschaftler der 2. Medizinischen Klinik des Klinikums rechts der Isar der TU München, die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Firma Epigenomics AG gemeinsam umsetzen. Ziel des Projektes ist es, einen neuartigen Bluttest zu entwickeln, mit dem auch Vorstufen des kolorektalen Karzinoms, so genannte Adenome und Polypen, nachgewiesen werden können. Im Vergleich zu der bisher üblichen Koloskopie wäre diese Möglichkeit für die Patienten deutlich unkomplizierter. Ein nicht- invasiver Bluttest könnte somit ergänzend zur vorhandenen Präventionsstrategie wesentlich dazu beitragen, die Darmkrebs- Sterblichkeit zu verringern.

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