Studien

Palliation ist in Studien zu fortgeschrittenen Krebserkrankungen kaum Thema

RCTs berücksichtigen Aspekte des Lebensendes selten / Übergeordnete patientenrelevante Therapieziele fehlen oft Aspekte des Lebensendes, die entsprechende Terminologie und die Relevanz der Palliation bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen werden in Publikationen zu kontrolliert randomisierten Studien (RCT) häufig nicht berücksichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im…

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Grossstudien für den Kampf gegen Prostatakrebs

PSA-Test und Therapien auf dem Prüfstand

Referenten der Pressekonferenz beim Deutschen Krebskongress 2014Berlin, 22. Februar 2014 (gb) – Etwa 70.000 Männer in Deutschland werden im Jahr 2014 die Diagnose Prostatakrebs erhalten – rund 2.400 mehr als noch 2013. „Innovative und wissenschaftlich gesicherte Früherkennungsmethoden und Therapien sind unabdingbar, um dieser Entwicklung zu begegnen“, sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, anlässlich einer Pressekonferenz heute am Samstag, den 22. Februar 2014, auf dem Deutschen Krebskongress 2014. Die gemeinnützige Organisation finanziert derzeit gleich zwei urologische Großprojekte: Im Rahmen der PREFERE-Studie soll die Frage nach der individuell besten Therapie beantwortet werden. Die PROBASE-Studie untersucht den Stellenwert des PSA-Screenings bei der Prostatakrebsfrüherkennung. „Mit diesen Studien widmen wir uns den am meisten diskutierten Themen der urologischen Onkologie“, so Nettekoven weiter.

Derzeit müssen sich Betroffene, bei denen Prostatakrebs im frühen Stadium diagnostiziert wurde, noch zwischen den vier gängigen Behandlungsoptionen entscheiden: das operative Entfernen der Prostata, eine Strahlenbehandlung, die sogenannte Brachytherapie – hier werden winzig kleine Kapseln dauerhaft in die Prostata implantiert und bestrahlen den Tumor von innen – und die Aktive Überwachung.


Dem Krebs davonlaufen – Sport hilft beim Kampf gegen Krebs

Jüngste klinische Studien zeigen, dass Sport Krebspatienten hilft, die Nebenwirkungen einer Therapie messbar zu reduzieren. Außerdem werden Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein gestärkt – was die Lebensqualität deutlich verbessern kann. Doch dies nicht allein: Körperliche Aktivität hat auch direkten Einfluss auf die Entstehung von Krebs sowie den Verlauf einer Krebserkrankung.

Berlin, 2. Januar 2014 – Wer regelmäßig Sport treibt, beugt einer Krebserkrankung vor. Man geht heute davon aus, dass sportlich aktive Menschen ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, durchschnittlich um 20 bis 30 Prozent reduzieren können. Wenn dennoch Krebs auftritt, haben Patienten, die vor ihrer Erkrankung regelmäßig Sport getrieben haben, nachweislich ein geringeres Rückfallrisiko. Aber auch bislang eher inaktive Patienten können noch von einer Änderung ihres Lebensstils profitieren: Körperliche Aktivität nach einer Tumorerkrankung reduziert nachweisbar die Gefahr eines Rückfalls und erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte Heilung. Dieser Effekt kann sich je nach Tumorart im gleichen Maße vorteilhaft auswirken wie eine Chemo- oder Hormontherapie. Besonders gut erforscht ist dies bisher für Brust-, Darm- und Prostatakrebs.


Vismodegib bei Basalzellkarzinom: Zusatznutzen nicht belegt

Kaum patientenrelevante Endpunkte untersucht / Studien ohne Kontrollgruppen

Der Wirkstoff Vismodegib (Markenname Erivedge) ist für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit zwei Formen des Basalzellkarzinoms zugelassen: zum einen mit symptomatischem metastasierendem Basalzellkarzinom (smBCC), zum anderen mit lokal fortgeschrittenem Basalzellkarzinom (laBCC), sofern eine Operation oder Strahlentherapie nicht geeignet ist.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der bisherigen Standardtherapie einen Zusatznutzen bietet. Aus den im Herstellerdossier vorgelegten Daten lässt sich ein Zusatznutzen allerdings nicht ableiten.


Darmkrebsmonat März: DGVS warnt vor Risikofaktor Übergewicht

Berlin – Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 26 000 Menschen an Tumoren des Dickdarms. Darmkrebs belegt damit den zweiten Platz der tödlichen Krebsarten. Dabei gilt die Krankheit in vielen Fällen als vermeidbar: Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ließe sich der Krebs häufig im Frühstadium erkennen und behandeln. Zudem gilt Übergewicht als ein wichtiger vermeidbarer Risikofaktor. Wie eine aktuelle Metaanalyse zeigt, erhöht starkes Übergewicht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken etwa um ein Drittel.

Anlässlich des Darmkrebsmonats März weist die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) besonders auf den Risikofaktor Übergewicht hin und gibt Tipps zur Vorsorge.


Nutzen von PET oder PET/CT bei Knochen- und Weichteiltumoren ist nicht belegt

Studien zum Nutzen fehlen / Nur wenige vergleichende Studien zur diagnostischen Güte

Bei Patientinnen und Patienten mit Knochen- und Weichteiltumoren lassen die derzeit verfügbaren Studiendaten keine belastbaren Schlussfolgerungen zu Vor- und Nachteilen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) zu. Denn es gibt keine Studien, die den Nutzen im direkten Vergleich zu einer konventionellen Diagnostik untersuchen. Und die wenigen verfügbaren Studien zur diagnostischen Güte, zeigen keine relevanten Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt der am 15. Februar 2013 veröffentlichte Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).


Vorbericht zu PET und PET/CT bei Brustkrebs veröffentlicht

Mangels vergleichender Studien ist Nutzen nicht belegt

Der Stellenwert der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) zur Stadienbestimmung (Staging) von Brustkrebs (Mammakarzinom), zum Therapieansprechen (Restaging) und zur Rezidivdiagnostik ist derzeit Gegenstand einer Untersuchung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die vorläufigen Ergebnisse hat das Institut am 9. Oktober 2012 veröffentlicht. Demnach ist der Nutzen mangels vergleichender Studien nicht belegt. Auch die Studien zur diagnostischen und prognostischen Güte liefern keine tragfähigen und relevanten Ergebnisse.

Bis zum 7. November 2012 können interessierte Personen und Institutionen schriftliche Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.


Bewegung und bei Sport bei Krebs

„Sport und körperliche Aktivität in der Onkologie – Neues aus Wissenschaft und Versorgung“ so der Titel eines Symposiums, das am 11. und 12. Mai in Kooperation mit dem CIO Köln Bonn an der Uniklinik Köln und mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe an der Deutschen Sporthochschule Köln stattfindet.

Internationales Symposium und Patiententag am 11./12. Mai

„Kein Sport für Krebspatienten“ – früher gängige Meinung, inzwischen durch aktuelle Studien längst ins Gegenteil gedreht. Heute weiß man, dass körperliche Aktivität wichtiger Bestandteil in der Rehabilitation von Krebspatienten und –patientinnen ist. Der positive Einfluss körperlicher Aktivität auf unterschiedliche onkologische Erkrankungen – in physiologischer, psychologischer und sozialer Hinsicht – konnte eindeutig belegt werden. Auch die präventive Wirkung gilt als gesichert: Körperliche Aktivität reduziert demnach das Risiko eines erstmaligen Auftretens bestimmter Krebserkrankungen.


Führend bei klinischen Studien zur Therapie von Hirntumoren

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist führend in Europa im Bereich klinischer Studien bei Hirntumoren. Dies zeigt die neue Rangliste der Europäischen Organisation für die Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen (EORTC), Brüssel, in der Heidelberg erstmals den Spitzenplatz bei den europäischen Hirntumorzentren belegt. Erstmals ist das Universitätsklinikum Heidelberg in der EORTC-Rangliste der europäischen Krebszentren zudem unter den Top 10 (Platz 9) von insgesamt 330 Institutionen – nicht zuletzt aufgrund der Spitzenstellung seiner neuroonkologischen Patientenversorgung.


Erhöhung der Überlebensrate und Sicherung der Behandlungsqualität

Prof. Dr. med Ferdinand Hofstätter bei der Pressekonferenz des DKK2012Krebsregister erfassen die Häufigkeit, die Eigenschaft, die Diagnose und Behandlung und den Verlauf aller Krebserkrankungen. Epidemiologische Krebsregistrierung konzentriert dabei sich auf Häufigkeit und Tumoreigenschaften, klinische Registrierung auf spezifische Diagnose- und Therapieverfahren und den Verlauf der Erkrankung (Heilung, Rückfall, Tod). Zwischen beiden Registerformen besteht ein enger Zusammenhang in den verwendeten Methoden, aber auch in der Datengewinnung (möglichst einheitliche und abgestimmte Datenwege im Sinne der Datensparsamkeit). Leitlinien stellen das kontinuierlich aktualisierte medizinische Wissen dar, das Diagnose- und Therapieverfahren bestimmt und leitet. Die Daten dafür stammen im Wesentlichen aus hochwertigen klinischen Studien. Die Leitlinien liefern damit wiederum das Grundgerüst für definierte Versorgungsstrukturen, wie sie die zertifizierten Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe mit ihren angeschlossenen Netzwerken darstellen.