Kongress - pixabay

Kontroversen in der Urologie

8. Januar 2016

4. Interdisziplinäres, uro-onkologisches Symposium an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche neue Entwicklungen bei der Behandlung bösartiger Erkrankungen des Uro-Genitaltraktes. Neue Möglichkeiten der Diagnostik vor und während operativer Eingriffe wurden klinisch eingeführt. Zugleich erweiterte sich das Spektrum der operativen, strahlenmedizinischen und medikamentösen Therapiemöglichkeiten. Ärzte und Patienten bringt das unter Umständen in die schwierige Situation, unter den Therapiemöglichkeiten wählen zu müssen. Was ist im Einzelfall die richtige Wahl? Wann kann es richtig sein, von den bisherigen Leitlinienempfehlungen abzuweichen? Welche Patienten könnten von neuen klinischen Studien profitieren? Das sind Fragen, die heute mehr denn je in der Urologie teils kontrovers diskutiert werden. Am 15. und 16. Januar 2016 werden in Magdeburg etwa 250 Urologen, Onkologen sowie Strahlen- und Allgemeinmediziner über Therapien bei Tumoren der Harnwege, des Hodens, der Nieren und der Prostata diskutieren. 16 Lehrstuhlinhaber aus dem gesamten Bundesgebiet werden dazu in Fachvorträgen über den jeweils aktuellen Forschungsstand aus ihrer Sicht referieren und sich anschließend der Pro- und Contra-Diskussion mit TED-Abstimmung stellen. Kann eine operative Entfernung der Prostata nach einer nicht erfolgreichen Strahlentherapie nützlich sein? Was bringt eine Chemotherapie bei einem Urothelkarzinom der Harnblase? Wie sind bei einem Hodenkrebs die Entfernung der Lymphknoten im Bauchraum und die Hochdosis-Chemotherapie […mehr lesen]

Schmerz - pixabay

Universität Gießen empfängt Urologen aus ganz Deutschland

11. November 2013

5. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Urologie – 14. bis 16. November 2013

Die Zellbiologie des Urogenitalsystems steht in der kommenden Woche im Mittelpunkt einer Tagung an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Gastgeber des 5. Symposiums „Urologische Forschung“ der Deutschen Gesellschaft für Urologie vom 14. bis 16. November 2013 ist Prof. Dr. Florian Wagenlehner von der Gießener Klinik für Urologie. Er erwartet etwa 100 Medizinerinnen und Mediziner sowie Biologinnen und Biologen aus ganz Deutschland in der Aula im Hauptgebäude der Universität. Zur Eröffnung am Donnerstag, 14. November, um 17 Uhr werden JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Prof. Dr. Wolfgang Weidner, Direktor der Urologischen Klinik und Prof. Dr. Jan Fichtner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie, Grußworte sprechen.

Die Funktion des Urogenitalsystems wird durch seine vielfältigen, oft hochspezialisierten und im Körper einzigartigen Zellen sichergestellt. Störungen dieser Zellen sind die Ursache vieler Erkrankungen, mit denen die Urologie befasst ist. Das Symposium soll daher die normale Funktion des Urogenitalsystems und seine Erkrankungen aus dem Blickwinkel der Zellbiologie beleuchten. Ziel ist es, die Fortschritte auf diesem Gebiet zu präsentieren und zu diskutieren, wie sie in der urologischen Forschung weitergeführt und in der klinischen Praxis aufgenommen werden können. Auch methodische Entwicklungen sollen nicht zu kurz kommen.

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Fluoreszenz-Mikroskopie des MAGE-Antigens auf einer Brustkrebszelllinie - Quelle: Dr. H. Schwarzenbach

Die an den Krebszellen ziehen – Spitzenforscher zu Symposium in Leipzig

13. September 2013

Sie sind dem Krebs auf der Spur, indem sie u.a. die biomechanischen Eigenschaften der Krebszellen untersuchen: 120 Wissenschaftler aus aller Welt, von Doktoranden bis zu Spitzenforschern, treffen sich vom 24. bis 27. September 2013 in Leipzig zum 4. Symposium „Physics of Cancer“. „Das ist weltweit die entscheidende Konferenz zu diesem Thema“, sagt Mitorganisator Prof. Dr. Josef A. Käs, Biophysiker an der Universität Leipzig. Mit seinem Team ist er in der Lage, Krebszellen auseinanderzuziehen und ganze Gewebelandschaften zu vermessen. Die Leipziger haben sich in der Zellbiomechanik eine Führungsrolle erarbeitet.

Eine Zelle muss besondere Materialeigenschaften haben, um sich durch den Körper zu bewegen. Wir wissen bereits, dass alle Krebszellen gemeinsame Eigenschaften haben. Die Frage ist: Wann und wo bekommen sie die? Es sind die biomechanischen Änderungen, die in allen Tumoren vonstattengehen, die uns interessieren“, erläutert Käs. „Wenn wir darüber mehr wissen, dann können wir Tumore besser diagnostizieren und gezielter behandeln.“ Metastasen früh erkennen, die Patienten schonender als mit Chemotherapie behandeln, die Gefahr von Rückfällen verringern – all das zählt zu Käs‘ Zukunftsvision.

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Mit der Echtzeit - Elastographie werden Tumorareale in der Prostata genauer sichtbar - Quelle: Hitachi Medical

Prostatakrebsforschung in Deutschland stärken

23. April 2013

Internationales Symposium in Bonn

Bonn (gb) – Über aktuelle Fortschritte in der Prostatakrebsforschung tauschen sich mehr als hundert deutsche und internationale Experten am 22. und 23. April 2013 in Bonn aus. Zu dem Symposium „Prostatakrebsforschung: Herausforderungen und Chancen“ („Challenges and Chances in Prostate Cancer Research“) hat die Deutsche Krebshilfe zahlreiche renommierte Sprecher eingeladen. „Wir möchten Wissenschaftler zusammenbringen, um Netzwerke zu schaffen und so die Forschung in Deutschland zu stärken“, sagte Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe, anlässlich der Eröffnung des Symposiums im Bonner Hotel Bristol.

„Prostatakrebs stellt nach wie vor eine große wissenschaftliche Herausforderung dar“, so Pleitgen weiter. „Trotz zahlreicher wissenschaftlicher und medizinischer Fortschritte in den vergangenen Jahren besteht weiterhin ein hoher Bedarf an verbesserten Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.“ Daher seien in der Forschung weitere Anstrengungen notwendig und wichtig, die zudem gut koordiniert angegangen werden müssten. „Um die Krankheit effektiver bekämpfen zu können, müssen die zahlreichen Forschergruppen vernetzt und ihre Expertise gebündelt werden.“

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