Strahlentherapie - Quelle: Deutsche Krebshilfe
Radiologie

Neue Ära in der Strahlenheilkunde

19. April 2013 Detlef Hoewing 0

Beim Langendorff-Symposium am 26. und 27. April stellen die Forscher des Universitätsklinikums Freiburg neue Therapiemöglichkeiten vor

Seepferdchen sind wunderschöne, aber auch empfindliche Tiere – sie gelten als Indikatoren für die Wasserqualität. In der Tiefe unseres menschlichen Gehirns befindet sich eine Struktur, die nach den Seepferdchen „Hippocampus“ benannt ist. Diese ist ähnlich empfindlich wie die Tiere und zwar in Bezug auf unsere Gedächtnisfunktion, für die sie eine entscheidende Rolle spielt. Lange Zeit gab es keine Möglichkeit, den Hippocampus zu schonen, wenn wegen eines Hirntumors oder Fernmetastasen im Gehirn eine Strahlentherapie in dieser Region nötig wurde. Er wurde einfach mitbehandelt.

Dies ist nun vorbei: Mit modernster Behandlungstechnik und innovativen Studien untersucht das Team um Professor Dr. Anca-Ligia Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, schonende Methoden für die empfindliche Struktur des Hippocampus. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen, dass in der Strahlentherapie eine neue Ära angebrochen ist: An der Klinik wurde kürzlich ein neuer Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen, der die Strahlentherapie hochpräzise auf den Tumor richten kann und dabei gleichzeitig empfindliche Nachbarorgane schont. Fast zeitgleich ging eine neue „Röhre“, ein 4D-Computertomograph, in Betrieb, der die Atembewegungen der Tumoren und der Organe aufzeichnet, so dass sie für die Behandlung millimetergenau berücksichtigt werden können. Dies ist ein weiterer Schritt zur gesteigerten Präzision der Strahlentherapie, einer Behandlung, die bei nahezu jedem zweiten Patienten mit einem Organtumor zum Einsatz kommt.

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Prof. Uta Dirksen mit ihrem Kollegen Dr. Konstantin Agelopoulos aus der Medizinischen Klinik A bei der Arbeit im Labor Foto: WWU/DU
Forschung

Knochenkrebs: Forschungsprojekt zum Ewing-Sarkom startet

20. Februar 2013 Detlef Hoewing 0

Erforschung des seltenen und bösartigen Ewing-Sarkoms / Internationales Projekt unter münsterscher Leitung erhält Millionenförderung von europäischen Forschungsministerien

Prof. Uta Dirksen mit ihrem Kollegen Dr. Konstantin Agelopoulos aus der Medizinischen Klinik A bei der Arbeit im Labor Foto: WWU/DUMünster (mfm/mk) – Das Ewing-Sarkom – eine Form von Knochenkrebs – ist eine seltene und sehr bösartige Tumorerkrankung, die besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen auftritt und schwer heilbar ist. Um den oftmals jungen Patienten bessere Therapiemöglichkeiten zu eröffnen, haben sich Wissenschaftler aus fünf europäischen Ländern unter der Leitung der münsterschen Medizin-Professorin Dr. Uta Dirksen vernetzt und erhalten für ihr PROVABES-Projekt etwa 1,6 Millionen Euro Förderung.

PROVABES steht für „Prospektive Validierung von Biomarkern bei Patienten mit Ewing-Sarkom“. Dirksen und ihre Kollegen werden spezifische Merkmale auf molekularer und Proteinebene an den Tumoren und im Blut der Patienten untersuchen, anhand derer die Patienten ihrer individuellen Risikogruppe zugeordnet werden können. „Da nach der Risikogruppe die Prognose und die Behandlungsform – ob Chemotherapie, Operation, Bestrahlung oder eine Kombination daraus – bestimmt werden, ist eine korrekte Einstufung so wichtig“, erläutert Prof. Dirksen, die als Oberärztin an der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Münsters arbeitet.

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Links die normale Lage der Nebennieren (gelbe Pfeile) im Körper, rechts ein Nebennieren-karzinom in einer kernspintomographischen Darstellung. Bild: Medizinische Klinik
Nierenkrebs

Neue Therapiemöglichkeiten für Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkarzinom

16. November 2004 Detlef Hoewing 0

Fortgeschrittener Nierenkrebs wird als unheilbar betrachtet, die Behandlung mit wenigen Standardtherapien haben derzeit einen geringen klinischen Nutzen. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es etwa 11.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Weltweit nehmen die Neuerkrankungsraten zu. Männer sind etwa 1,5mal so häufig vom Nierenzellkarzinom betroffen wie Frauen. Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf.

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Bilder aus zwei unterschiedlichen Verfahren werden digital miteinander verschmolzen – Ultraschall-Aufnahmen und Daten aus dem MRT, dem Magnetresonanztomografen. Uniklinikum Tübingen
Prostatakrebs

Ultraschall zerstört den Prostatakrebs

13. November 2004 Detlef Hoewing 0

Borna, 10.11.2004. Ein neues Ultraschallgerät in der HELIOS Klinik Borna erweitert die Therapiemöglichkeiten bei Prostatakrebs. Für manche Betroffene bietet die Zerstörung des Tumors mit hoch intensivem, fokussiertem Ultraschall (HIFU) eine Alternative zur Operation. Bisher ist das Ultraschallgerät erst an drei Klinikstandorten Deutschlands – in Hamburg, Regensburg und München – fest etabliert. Weitere sieben Kliniken betreiben das Gerät mobil.

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Histologischer Schnitt durch eine Prostata mit normaler Drüsenstruktur (links) und Tumorzellherden (rechts). Farblich unterscheidbar sind Zellkerne (braun), Bindegewebe (blau) und Drüsenlumen (weiße Bereiche). Maßstab/ Vergrößerung: 200-fach Quelle: NGFN
Prostatakrebs

Neue Forschungsansätze im Kampf gegen Prostatakrebs

18. Oktober 2004 Detlef Hoewing 0

Welche genetischen Voraussetzungen erhöhen das Risiko, an Krebs der Vorsteherdrüse zu erkranken? Welche molekularen Veränderungen begleiten Entstehung und Ausbreitung dieses Tumors? Welche krebsfördernden Gene sind aktiviert, welche tumorhemmenden ausgeschaltet? Diesen und anderen Fragen versuchen die Mitglieder des Deutschen Prostatakarzinom-Konsortiums (DPPK) – ein interdisziplinärer Verbund von Wissenschaftlern aus den Bereichen Urologie, Pathologie, klinischer Chemie, Genetik und Grundlagenforschungseinrichtungen (Deutsches Krebsforschungszentrum, Max-Planck-Institut) sowie Patientenvertretern – gemeinsam auf den Grund zu gehen.

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Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
dkfz

Neue Ziele in der Leukämieforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum

29. September 2004 Detlef Hoewing 0

Gleich vier Wissenschaftlerteams am Deutschen Krebsforschungszentrum beginnen derzeit viel versprechende Forschungsprojekte, mit denen sie die Therapiemöglichkeiten bei Leukämie und verwandten Blutkrankheiten verbessern wollen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützt diese Forschungsarbeiten, die jeweils zwei bzw. drei Jahre dauern werden, mit insgesamt rund 900 000 Euro. Die Wissenschaftler der vier Gruppen verfolgen dabei ganz unterschiedliche Forschungsansätze.

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