Überprüfbare Versorgungsqualität für Krebskranke

Krebssymbol - pixabay
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Köln (ng) – Im Rahmen einer Initiative des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) e.V. fördert die Deutsche Krebshilfe ein Projekt, das zur besseren Qualität und Transparenz in der Onkologie beitragen und die Patientenperspektive stärker berücksichtigen soll. Dabei wird die Qualität in der Krebsversorgung präzise beobachtet und gemessen. In dem wissenschaftlichen Projekt werden dazu Verfahren und Instrumente erarbeitet, die Patienten und Ärzten zukünftig bessere Informationen über die Versorgungsangebote liefern sollen.

Deutsche Krebshilfe fördert bessere Qualitätsmessung

Ausgangspunkt des Projekts ist der Qualitätsbericht der onkologischen Schwerpunktpraxen, der seit vier Jahren detailliert über die ambulante Krebsversorgung informiert und zahlreiche Daten zu Patienten, Diagnosen, Personal und Praxisausstattung bereithält. Die niedergelassenen Krebs-Spezialisten haben ein eigenes wissenschaftliches Institut, das WINHO (Wissenschaftliches Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen) gegründet, das diese Daten aus den Praxen zusammenträgt und auswertet.

„Mit dem geförderten Projekt wird ein Paradigmenwechsel angestrebt, der von eher beschreibend ausgerichteten Qualitätsdaten hinführt zur Entwicklung und Etablierung von standardisierten und vergleichbaren Messgrößen, so genannten Qualitätsindikatoren“, erklärt Privatdozent Dr. Stephan Schmitz, Vorsitzender des BNHO. „Langfristig sollen damit auch Patienten in die Lage versetzt werden, zwischen guter und schlechter Behandlungsqualität zu unterscheiden und die von ihnen bevorzugten Versorgungsanbieter auszuwählen.“

Bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren konzentriert sich das Projekt zunächst auf die ambulante Versorgung durch niedergelassene Hämatologen und Onkologen. Die Ergebnisse sollen aber auch auf die Krankenhausversorgung übertragbar sein. „Ärzte und Krankenhäuser werden zukünftig präzise Nachweise und Belege für ihre Versorgungsqualität vorlegen müssen. Dann lassen sich Versorgungsangebote überprüfen und vergleichen“, erklärt Schmitz. Für die Deutsche Krebshilfe ist es wichtig, dass das Projekt von Anfang an die Patientenperspektive berücksichtigt: „Erfahrungen und Aussagen von Patienten werden als Gradmesser der Behandlungsqualität immer wichtiger. Außerdem müssen Daten über die Versorgungsqualität so aufbereitet werden, dass auch Patienten sie verstehen und nutzen können“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Daher sollen auch Patientenvertreter und Selbsthilfeorganisationen in die Projektarbeit einbezogen werden.

Das Projekt startete am 1. Januar 2009 und wird über zwei Jahre von der Deutschen Krebshilfe mit 190.000 Euro gefördert. Mit der Durchführung ist das WINHO beauftragt. In welcher Form Qualitätsindikatoren veröffentlicht werden können, soll in dem Projekt genauer untersucht werden.

Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO) Der BNHO ist im Mai 2000 mit Sitz in Berlin gegründet worden und vertritt bundesweit die berufspolitischen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder. Aktuell sind über 530 niedergelassene Fachärzte der Inneren Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie beziehungsweise mit vergleichbarer hauptamtlicher onkologischer Tätigkeit Mitglied im Berufsverband. Die im BNHO zusammengeschlossenen Hämatologen und Onkologen behandeln jährlich gut 500.000 Krebskranke. Die Geschäftstelle des BNHO befindet sich in Köln.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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  • Prof. Dr. med. Oliver Hakenberg - Quelle: Wahlers PR
    DGU-Kongress 2013

    Die Organspende ist in Deutschland seit dem Organspendeskandal drastisch zurückgegangen. Waren es 2010 insgesamt 754 postmortale Organspenden gewesen, sank diese Zahl 2011 auf 685, dann 2012 auf 648 und wird 2013 nach Hochrechnungen aufgrund der Zahlen im ersten Halbjahr nur 548 betragen (Angaben der Deutschen Stiftung Organspende, DSO).

    Der Rückgang gegenüber dem letzten Jahr vor dem Organspendeskandal war 2012 bereits beträchtlich. In diesem Jahr beträgt der Rückgang gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2010 – 2012 somit -21%. Allein in diesem Jahr 2013 kommt es gegenüber dem Vorjahr zu einem weiteren Rückgang von -15%.

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  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
    dkfz

    Krebsentstehung und Alterung haben eines gemeinsam: Beide Prozesse sind abhängig von so genannten Telomeren und dem „Unsterblichkeitsenzym“ Telomerase. Genau um diese Komponenten dreht sich der 3. Europäische Workshop „Role of Telomeres and Telomerase in Cancer and Aging“, der vom 21. bis 23. November 2004 in Ladenburg im Hotel Nestor stattfindet. Professor Petra Boukamp, Leiterin der Abteilung Genetik der Hautcarcinogenese im Deutschen Krebsforschungszentrum, initiierte den Workshop mit dem Ziel, ein europäisches Forum für einen offenen Austausch neuester Ergebnisse zu schaffen. Zudem soll die Veranstaltungen Nachwuchswissenschaftlern ermöglichen, neue Kontakte zu Kollegen aus dem Fachgebiet zu knüpfen. Der Workshop wird finanziert von der Boehringer Ingelheim Stiftung.

    Workshop: Europäische Telomerase-Forscher tauschen neueste Erkenntnisse aus

    Jede Zelle besitzt von Natur aus nur eine begrenzte Lebensdauer. Nach einer bestimmten Anzahl von Teilungsvorgängen stirbt die Zelle. Dieses Programm ist quasi in den Chromosomen, den Trägern der Erbsubstanz, „gespeichert“: An ihren Enden befinden sich sehr viele Wiederholungen von kurzen Abschnitten aus DNS-Bausteinen, die so genannten Telomere. Bei jeder Zellteilung gehen einige Bausteine verloren. Das Enzym Telomerase ist in der Lage, dieser Verkürzung entgegenzuwirken. Und genau das tut der Biokatalysator in nahezu allen Tumoren; die Zellen werden damit unsterblich.

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