Urologen veröffentlichen Präventions-Ratgeber

In nur eineinhalb Minuten ermittelt dieser Prototyp eines Diagnosegeräts, ob die Gewebeprobe der Prostata gut- oder bösartig ist. - © Fraunhofer IKTS
In nur eineinhalb Minuten ermittelt dieser Prototyp eines Diagnosegeräts, ob die Gewebeprobe der Prostata gut- oder bösartig ist. - © Fraunhofer IKTS

Leipzig. Rauchstopp für Blase und Nieren, Abspecken für Potenz und Kontinenz!
Schmerzhafte Harnsteine vermeiden, Hodenhochstand frühzeitig behandeln, um Folgeerkrankungen zu verhindern: Vielen urologischen Erkrankungen kann man vorbeugen.

Mit ihrem neuen Patientenratgeber wollen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. die notwendige Aufklärung in der Bevölkerung forcieren. Im Rahmen der gestrigen Eröffnungs-Pressekonferenz des 64. DGU-Kongresses in Leipzig wurde der „Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Die farbige Broschüre kann ab sofort online auf der Website der Deutschen Urologen bestellt werden. Bis zu 50 Exemplare sind kostenlos. Anforderungsformular und Bestellmodalitäten finden sich auf der Startseite von www.urologenportal.de

Die Zahl altersbedingter urologischer Erkrankungen wächst mit steigender Lebenserwartung. „Harninkontinenz und die gutartige Prostatavergrößerung sind millionenfach verbreitete Volkskrankheiten, denen wir durchaus vorbeugen können. Gleichzeitig verursachen Überernährung und Bewegungsmangel in unserer Wohlstandsgesellschaft schon in jungen Jahren immer öfter sogenannte Lifestyle-Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Fettleibigkeit und Bluthochdruck, die mit einer Vielzahl vermeidbarer urologischer Erkrankungen einhergehen. Diese Zusammenhänge wollen wir den Menschen in unserem Ratgeber nahebringen“, sagt DGU-Pressesprecherin Prof. Dr. med. Sabine Kliesch.

Verständlich und kompakt geschrieben, informiert die 33 Seiten starke Broschüre über zahlreiche, weit verbreitete urologische Erkrankungen, vorbeugende Maßnahmen und klärt über die Folgen unseres Lebensstils für Blase, Niere und Prostata, für die Fruchtbarkeit und die Potenz auf. Außerdem wird erklärt, welche urologischen Krankheiten frühzeitig behandelt werden sollten, um Begleiterkrankungen zu verhindern oder zu lindern. Moderne Behandlungsmethoden werden beschrieben, weiterführende Informationsquellen und Beratungsadressen benannt. Die Patienteninformation kann von Interessierten, von Apotheken, Gesundheitsämtern und -beratungsstellen angefordert werden.

Der „Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen“ ist Teil einer Initiative der Deutschen Urologen, die neue Konzepte der Primärprävention in der urologischen Versorgung verankern wollen. Im wissenschaftlichen Programm des laufenden 64. DGU-Kongresses wird zum Beispiel eine „Jungensprechstunde“ diskutiert. „Mit dem Wissen, dass das Metabolische Syndrom mit Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen und nicht zuletzt der Induktion von Malignomen unser Leben bedroht, gilt es auch für die Urologie, Primärprävention anzubieten, um Steinleiden, Erektionsstörungen und Probleme der Harninkontinenz auf dem Boden diabetischer und neurodegenerativer Erkrankungen so gering wie möglich zu halten“, sagt DGU-und Kongresspräsident Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller.

Weitere Informationen:
DGU-Kongress-Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 – 79 14 05 60
Fax: 040 – 79 14 00 27
Mobil: 0170 – 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de

Pressemitteilung der DGU


Krebszeitung

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  • Kongress - pixabay
    Krebsthemen

    Der diesjährige 57. Kongress der Deutschen Urologen beschäftigt sich vom 21.-24. September 2005  unter anderen mit den großen Themen der Urologie: Harninkontinenz, PSA-Testung zur Früherkennung des Prostatakrebs beim Mann, neue Operationstechniken in der Urologie und der zukünftigen Gesundheitspolitik.

    Zur Prostata-Früherkennung mittels PSA-Test, sagte Prof. Dr. Detlef Frohneberg, zum Auftakt des Kongresses:
    „Der PSA-Test ist in Deutschland hochumstritten, obwohl eine rechtzeitige Erkennung des Prostatakrebs ohne Ihn nicht möglich ist. Eindeutige Zahlen über seine Wirksamkeit wird es leider erst ab 2008 geben. Es ist trotzdem ein Unding, dass er bisher als einzig sinnvolle Früherkennungs- Maßnahme von den Krankenkassen ignoriert wird.“

    Mit jährlich 40.000 neuen Fällen in Deutschland ist der Prostatakrebs die zweithäufigste Todesursache des Mannes. Dies liegt auch daran, dass Prostatatumoren bereits früh Metastasen bilden. Obwohl in einem frühen Stadium erkannt, der Prostatakrebs gute Heilungschancen hat, sterben etwa 50% der Patienten daran, weil er zu spät erkannt wird.

    Frohneberg weiter:“ Während in Deutschland etwa 30% der Patienten bereits mit einem fortgeschrittenen Prostatakrebs in die Kliniken kommen, sind es in den USA lediglich 3%. Dieser eklatante Unterschied kommt dadurch Zustande, dass seit 13 Jahren in den Vereinigten Staaten ein PSA-Screening bei Männern durchgeführt wird.“

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  • cd137 - Quelle: nature . com
    Leukämie

    Das Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von malignen Erkrankungen. Mittlerweile ist klar, dass eine Krebserkrankung nur dann entsteht, wenn es entarteten Zellen gelingt, der Überwachung durch das Immunsystem zu entkommen. Insbesondere bei der Entstehung bzw. Verhinderung von Leukämien spielen, neben anderen Komponenten des Immunsystems, die Natürlichen Killerzellen (NK Zellen) des Organismus eine zentrale Rolle.

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