Urologen verstärken Forschungs-Offensive

DGU-Präsident Prof. Miller, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Charité, Universitätsmedizin Berlin. DGU/ Foto: Solcher
DGU-Präsident Prof. Miller, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik Charité, Universitätsmedizin Berlin. DGU/ Foto: Solcher

Düsseldorf/Dresden. Forschung tut Not im Land der Dichter und Denker. Das gilt auch für die Medizin. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) reagierte im September 2007 mit der Einrichtung des Vorstands-Ressorts „Forschungsförderung“ und wird im Rahmen des 61. Urologen-Kongresses vom 16. bis 19. September 2009 in Dresden nun das neu eingerichtete „Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendium“ der DGU vorstellen.

„Ziel unserer Forschungs-Offensive ist es, durch strukturbildende Maßnahmen die Qualität der wissenschaftlichen Forschung in der deutschen Urologie nachhaltig zu sichern und zu steigern“, sagt DGU-Vorstandsmitglied und Leiter des Forschungs-Ressorts Professor Dr. Bernd Wullich, Erlangen.

Das Engagement zahlt sich bereits aus. Bis heute konnte eine Reihe von Instrumentarien etabliert werden: So entstanden die Arbeitsgruppe urologische Forschung (AuF) und Kooperationen mit krankheitsbezogen arbeitenden Forschungsnetzwerken. Die Einführung praxisnaher Workshops zu ausgewählten experimentellen Themen und eines jährlichen interdisziplinären „Symposiums Urologische Forschung“ (12. bis 14. November 2009, München) gehören ebenso dazu wie die eigene Internetpräsenz auf der Website der Urologen (www.dgu-forschung.de), ein monatlicher Forschungs-Newsletter und die Besetzung der Position eines Forschungskoordinators mit Dr. rer. nat. Christoph Becker. „Alle in der Urologie forschenden Ärzte und Naturwissenschaftler finden in Dr. Becker einen direkten Ansprechpartner, der praktische Unterstützung bei der Recherche nach Förderprogrammen, Projektpartnern oder Hilfe bei Projektanträgen leistet“, so Professor Wullich.

Das Forschungs-Stipendium für Nachwuchswissenschaftler, das jetzt auf der 61. Jahrestagung der Urologen vorgestellt wird, ist die jüngste Förderungsmaßnahme der Fachgesellschaft. Mit der Namensgebung als „Ferdinand Eisenberger-Forschungsstipendium“ ehrt die DGU gleichzeitig ihr kürzlich verstorbenes Mitglied für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen für die Urologie.
Professor Wullich: „Junge, wissenschaftlich engagierte  Assistenzärzte sollen die Möglichkeit erhalten, bis zu einem Jahr aus ihrer Klinik auszuscheiden und aktiv an einem wissenschaftlichen Projekt mitzuarbeiten“.

„Das neue Stipendium“, betont DGU-Generalsekretär Professor Dr. Michael Stöckle, „dient zum einen der direkten Förderung des medizinischen Fortschritts in der Urologie, denn nur ein Fach, das sich weiterentwickelt, wird auf die Dauer im Wettbewerb bestehen. Zum zweiten soll es unser Fach für den innovativen und kreativen Nachwuchs attraktiv machen und zeigen, dass junge Mediziner in der Urologie große Chancen haben“.

Zukünftig verfolgt die DGU u.a. zwei Großprojekte: den Aufbau eines zentralen urologischen Studienregisters für pharmakologische und nicht pharmakologische Forschung sowie die Realisierung einer systematischen Tumorgewebebank zur Unterstützung der translationalen Forschung. Einen großen Forschungsbedarf sieht Professor Wullich neben den Bereichen der
Uro-Onkologie auch in der Kinderurologie und der Nierentransplantation.

Weitere Informationen:

DGU-Kongress- Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17,
21149 Hamburg

Tel.: (040) 79 14 05 60,
E-Mail: info@wahlers-pr.de

www.dgu-kongress.de
www.urologenportal.de

Kongress-Akkreditierung und Anmeldung zu den Pressekonferenzen:
www.presseportal.de/otsEinladung/event/8a988089ab


Krebszeitung

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