Vom Pädiater zum Urologen

Dr. med. Wolfgang Bühmann - Quelle: Wahlers PR

Jungensprechstunde – Begleitung bei Problemen in der Pubertät

Mädchen erhalten durch die traditionell meist enge Bindung an ihre Mutter und den frühen Kontakt zum Gynäkologen hinsichtlich der Beratung zur Kontrazeption überwiegend eine gute Ansprache für ihre Probleme in der Übergangszeit vom Mädchen zur Frau. Männlichen Jugendlichen fehlt dagegen oft ein akzeptierter Partner für ihre psychischen wie somatischen Konflikte, da die Väter ihnen aus verschiedenen Gründen eher selten als Gegenüber zur Verfügung stehen – das sollte ein Anlass sein, ihnen analog der Gynäkologen den Urologen als Ansprechpartner anzubieten.

Die seelische wie körperliche Umstellung während der Pubertät, insbesondere in der Phase, wenn die Entwicklung der geistigen Vernunft nicht Schritt hält, führt zu zahlreichen Fragen und Konflikten bei männlichen Jugendlichen, die sie aus Schamgefühl oder wegen beginnender Lösung von den Eltern gerade zuhause nicht besprechen möchten. Leider bieten die aktuellen Medien im Print- ,TV- oder Internet- Bereich keine geeigneten Alternativen, da sie keinerlei Qualitätskontrollen unterliegen und sogar eher kontraproduktiv Informationen vermitteln, die die Unsicherheit eher verstärken als reduzieren.

Die abstrusen oder absurden Darstelllungen monströser männlicher Geschlechtsorgane und sexueller Kontakte führen häufig zu erheblichen Minderwertigkeitsgefühlen bis zu Angststörungen oder somatoformen Dysfunktionen, ohne dass diese in direktem Dialog korrigiert bzw. erklärt werden können.

Im somatischen Bereich sind hier die Entwicklung der Vorhaut, der Penisgröße und der Hoden sowie die später optional folgenden Symptome wie Frenulumeinriss, Juckreiz/ Brennen beim Wasserlassen und Blut im Sperma zu nennen. Im psychischen Bereich geht es um Aussehen der Genitalien, Entwicklung der Erektion und des sexuellen Erlebens, die Phasen der Homosexualität bzw. der Entwicklung der sexuellen Orientierung sowie Partnerkonflikte bei Begehren gleichaltriger Mädchen.

Zur angemessenen Beratung kann hier der Urologe beitragen, indem er sich als qualifizierter, ärztlicher Begleiter für das ganze Männerleben beispielsweise mit den Diagnosen Leistenhoden, Phimose, Enuresis, Klinefelter Syndrom, Hodentorsion, Hodentumor, Sexualstörungen in jedem Alter, urologische Infektionen, die Erkrankungen beim Älterwerden wie ED, Androgendefizit, BPS und die urologischen Tumorerkrankungen zukünftig auch für eine Jungensprechstunde engagiert, um damit diese Lücke im Männerleben zu schließen.

Zur erfolgreichen Etablierung sind einige Voraussetzungen notwendig: Zunächst ist ein inhaltlich standardisiertes Portfolio zu entwickeln, dann ein Marketingkonzept, wie den Jungen als Zielgruppe dieses Angebot zu vermitteln ist, um die Schwelle so niedrig wie möglich zu halten, sich einem Urologen anzuvertrauen statt in eine belastende Scheinwelt zu flüchten. Information der Jugendlichen, ihrer Eltern und der kinderärztlichen KollegInnen stellen obligate Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung dieses ambitionierten Projektes dar.

Dazu sind insbesondere auch die rechtlichen Rahmenrichtlinien definitiv zu klären, unter denen Jungen der diskrete Besuch beim Urologen ermöglicht werden kann. Auch die Anreize für den Urologen in den Bereichen Praxismarketing und Vergütung im GKV- und PKV- Bereich sind angemessen zu berücksichtigen.

Mit einer Umfrage der Zeitschrift „Bravo“ (Autorin: Marthe Kniep) konnten die Wünsche der Jungen an eine urologische Jungensprechstunde ermittelt werden: Vor allem Diskretion und gute Informationen sind demnach (siehe Tabelle) besonders wichtig.

Damit steht eine valide, präferenzbasierte Plattform zur Planung einer effektiven und erfolgreichen urologischen Jungensprechstunde zur Verfügung, mit der die deutschen Urologen eingeladen werden, sich daran engagiert zu beteiligen.

Referent: Dr. med. Wolfgang Bühmann
Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V.

Aus der Pressekonferenz des DGU-Kongress 2013

Pressemitteilung der DGU-Kongresspressestelle, Bettina-C. Wahlers,Sabine M. Glimm

Qualität der Betreuung von Krebspatienten


Krebszeitung

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  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO)
    Gesundheitspolitik

    Stärkere europäische Kooperation in der Medizinischen Onkologie

    Berlin, 10. Juli 2012 – Um den Austausch zwischen Krebsspezialisten in ganz Europa weiter zu fördern, hat die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. eine Kooperationsvereinbarung mit der European Society for Medical Oncology (ESMO) unterzeichnet. Die DGHO ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft für die Medizinische Onkologie in Deutschland.

    Die Medizinische Onkologie spielt eine zentrale Rolle in der Betreuung von Krebspatienten. Aufgaben reichen von der Diagnostik über Tumorboards und die spezielle Tumortherapie bis zur palliativmedizinischen Begleitung. „Der Medizinische Onkologe ist ein umfassend ausgebildeter Krebsspezialist mit hoher fachlicher Kompetenz, vor allem in der medikamentösen Tumortherapie, aber auch in der ganzheitlichen und integrativen Betreuung der Patienten“, erläuterte Prof. Gerhard Ehninger, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO, am Rande der Unterzeichnung. Krebs als systemische Erkrankung betrifft den ganzen Menschen. „Medizinische Onkologie ist dabei ein unabdingbares Element in der Behandlung von Krebspatienten, auch bei lokal begrenzten Tumoren“, so Ehninger weiter.

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  • Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg
    dkfz

    T-Zellen, die eine regulierende Funktion im Immunsystem haben, sprechen anders auf Apoptoseauslöser an als T-Zellen, die die eigentliche Abwehrreaktion ausmachen (Effektor-T-Zellen). Dies zeigte Dr. Benedikt Fritzsching in Zusammenarbeit mit Kollegen im Deutschen Krebsforschungszentrum und weiteren Partnern von der Universität Heidelberg jetzt erstmals in Untersuchungen* an menschlichen T-Zellen. Die Erkenntnisse bieten möglicherweise neue Ansatzpunkte für die Therapie von Krebs und Autoimmunerkrankungen.

    Erkenntnisse zur Regulation der Immunabwehr bieten neue Therapiemöglichkeiten

    Regulatorische T-Zellen hemmen die Wirkung anderer Lymphozyten und steuern damit die Stärke einer Abwehrreaktion. Ein Überschuss an Effektor-T-Zellen führt bei Mäusen zu Autoimmunerkrankungen, während ein Übermaß an regulatorischen T-Zellen die Entstehung von Krebs begünstigt: Die regulatorischen T-Zellen unterdrücken die Effektor-T-Zellen und unterbinden die körpereigene Bekämpfung von Tumoren.

     

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    am 24. Mai 2018 um 00:58

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    Einer von acht Menschen hat im Jahr 2045 Typ-2-Diabetes  Heilpraxisnet.dePrognose: Jeder Fünfte fettleibig, jeder Achte Diabetiker  kurier.atFull coverag […]

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    Kongos Nachbarn wappnen sich gegen Ebola  Augsburger AllgemeineKongos Nachbarn wappnen sich gegen Ebola - Flucht aus Klinik  DIE WELTLanger Kampf gegen Ebola  neues deutschlandFull coverag […]