Was Krebspatienten in der kalten Jahreszeit beachten sollten

Winter - pixabay
Winter - pixabay

Außen kalt, innen überheizt, dazu Glatteis, Schnee und trübes Licht – der Winter ist für Krebspatienten keine leichte Zeit. Vor allem wenn die Weihnachtstage vorüber sind, gilt es bis zum Frühjahr durchzuhalten. Im Monatsthema Januar gibt das Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. (DKG) hilfreiche Tipps, wie Krebspatienten gut und sicher durch die kalten Monate kommen.

Berlin, 2. Januar 2013 – Heizungsluft und ständige Temperaturwechsel reizen im Winter Haut und Schleimhäute. Im Rahmen von Krebsbehandlungen, darunter Chemotherapien und so genannte zielgerichtete Therapien, können sich Mund- und Rachenschleimhaut sowie die Haut an Händen und Füßen vorübergehend entzünden. Zur Pflege der betroffenen Partien und zur Vorbeugung von Erkältungen ist eine gute Befeuchtung der Raumluft wichtig – beispielsweise durch Wasserschalen auf der Heizung, Luftbefeuchter oder regelmäßiges kräftiges Lüften. Nicht nur Patienten mit Lungenkrebs sollten sich in der erkältungsträchtigen Jahreszeit besonders in Acht nehmen und die Risiken einer Ansteckung minimieren. Denn obwohl ein Infekt mit oder ohne Fieber zumeist harmlos ist, kann er eine Unterbrechung der Therapie zur Folge haben.

Während oder nach einer Therapie spüren Krebspatienten häufig eine körperliche und seelische Mattigkeit, die Mediziner als Fatigue bezeichnen. Gegen allzu trübe Gedanken in der dunklen Jahreszeit hilft es manchmal schon, mit guter Beleuchtung für Behaglichkeit zu sorgen. Für manche Patienten können in dieser Situation auch soziale Kontakte besonders wichtig sein – und sei es aufgrund der Witterungsverhältnisse „nur“ per Telefon. Gegen körperliche Abgeschlagenheit kann, nach Rücksprache mit dem Arzt, außerdem ein mildes Bewegungsprogramm helfen. Was es für Krebspatienten hierbei zu beachten gilt, erläutert PD Dr. Fernando Dimeo, Sportmediziner und Leiter der Sportambulanz an der Berliner Charité, im DKG-Expertengespräch. Das Interview und weitere hilfreiche Tipps sind ab sofort online abrufbar unter www.krebsgesellschaft.de/thema_januar2013.

Hinweis: Der Abdruck des Monatsthemas oder von Teilen des Artikels ist unter Angabe der Quelle „www.krebsgesellschaft.de“ möglich. Bei Publikation oder Teilpublikation in Online-Medien ist darauf zu achten, dass die Quellenangabe auf www.krebsgesellschaft.de verlinkt. Bitte senden Sie ein Belegexemplar (pdf) ihres Artikels an kirsten.herkenrath@dkg-web.de.

Die Reihe „Thema des Monats“ in der Patientenrubrik des DKG-Internetportals richtet sich an Patienten, Angehörige und interessierte Leser. Sie widmet sich 12 Mal im Jahr aktuellen Fragestellungen in den Bereichen Krebserkrankung, Prävention, Vorsorge und Nachsorge.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist das größte onkologische Netzwerk von Experten im deutschsprachigen Raum und zählt mehr als. 7.000 Mitglieder. Das Internetportal www.krebsgesellschaft.de hat im Monat mehr als eine Millionen Besucher und ist Deutschlands größtes Wissensportal zum Thema Krebs.

Kontakt und weitere Informationen:
Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
dkg-web gmbh
Janett Lange
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Tel: (030) 810 316-112
E-Mail: janett.lange@dkg-web.de

Journalisten-Service:
Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
dkg-web gmbh
Presse: Kirsten Herkenrath
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Tel: (030) 810 316-326 / 0177 823 22 23
E-Mail: kirsten.herkenrath@dkg-web.de

Pressemitteilung der Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., Kirsten Herkenrath


Krebszeitung

--Download Was Krebspatienten in der kalten Jahreszeit beachten sollten als PDF-Datei --


  • Strahlentherapie eines Patienten in der Charité Berlin
    Kehlkopfkrebs

    Strahlentherapie eines Patienten in der Charité Berlin Europaweit erkranken jährlich etwa 143.000 Menschen neu an Kopf-Halstumoren. Auch deshalb wurde diese Krankheit auf dem Patiententag der DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) thematisiert und Betroffene durch Frau Dr. Maren Knödler aus Berlin über die Systemtherapie informiert, deren Vortrag die Grundlage dieses Artikels bildet.

    Bei der Erstdiagnose beträgt das Alter der Betroffenen durchschnittlich 68 Jahre. Immer mehr jüngere Menschen werden jedoch von dieser Erkrankung betroffen. Der Grund daran liegt an den Risikofaktoren, die die Entstehung von Kopf-Halstumoren begünstigen. Dazu gehören Viren und insbesondere die HPV (Humane Pappiloma Viren), das Rauchen oder übermäßiger regelmäßiger Alkoholkonsum.

    […mehr lesen]

  • Verkürztes Chromosom 5 (blaue Pfeile) und zusätzliche komplexe Veränderungen (weiße Pfeile) bei einer Patientin, die während der Behandlung eine Leukämie entwickelte. - Foto: Prof. Dr. B. Schlegelberger
    Forschung

    Verkürztes Chromosom 5 (blaue Pfeile) und zusätzliche komplexe Veränderungen (weiße Pfeile) bei einer Patientin, die während der Behandlung eine Leukämie entwickelte. - Foto: Prof. Dr. B. SchlegelbergerSeit wenigen Jahren steht das Medikament Lenalidomid® zur Verfügung mit dem eine Form der Leukämie – das Myelodysplastische Syndrom (MDS) – gezielt therapiert werden kann. Forscherinnen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) halfen nun bei der Aufklärung, warum bei einigen Patienten, die an dieser speziellen Blutstammzellerkrankung erkrankt sind, trotz der neuartigen Behandlung eine aggressive Form der Leukämie entsteht. Gemeinsam mit Dr. Sten Jacobsen aus Oxford, Kollegen aus Schweden sowie den USA berichten die Forscherinnen des MHH-Instituts für Zell- und Molekularpathologie, dass die unreifen Knochenmark-Stammzellen – anders als die Masse der reiferen Vorläuferzellen – durch das Medikament nicht beseitigt werden. „Tatsächlich entwickelten sich bei einigen Patienten aggressive Leukämien, die in den meisten Fällen nach wenigen Monaten zum Tod führten“, berichtet Professorin Dr. Brigitte Schlegelberger, Direktorin des MHH-Instituts für Zell- und Molekularpathologie. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher nun in der neusten Ausgabe des renommierten Fachmagazins New England Journal of Medicine.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit