Welt-Krebstag 2013: Über Krebsmythen informieren und aufklären

Auf der Mikroarray-Plattform (rot) bleiben die Zielzellen (grün) haften (Bild: Michael Hirtz / KIT)
Auf der Mikroarray-Plattform (rot) bleiben die Zielzellen (grün) haften (Bild: Michael Hirtz / KIT)

Leberzellkrebs muss kein Schicksal sein: Frühzeitige Diagnose und gezielte Therapie kann Leberzellkrebs verhindern.

Der Weltkrebstag findet am 4. Februar 2013 statt und informiert in diesem Jahr speziell über Mythen, die sich um die Krankheit Krebs ranken. Krebs ist in Deutschland immer noch die Erkrankung, vor der sich die meisten Menschen fürchten. An Leberzellkrebs erkranken rund 5.000 Personen jedes Jahr neu in Deutschland, Tendenz steigend.

Der Leberzellkrebs ist weltweit die fünfthäufigste Tumorerkrankung und die dritthäufigste tumorbedingte Todesursache. In den letzten 20 Jahren hat sich die Neuerkrankungsrate in westlichen Ländern mehr als verdoppelt. Auch in Deutschland nehmen die Fälle von Leberzellkrebs zahlenmäßig zu, weil die zugrundeliegenden und verursachenden Erkrankungen immer häufiger werden. Der Grund für den aktuellen Anstieg der Neuerkrankungsrate ist unter anderem die Zunahme der Fettleberhepatitis im Rahmen eines Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) und bei Übergewicht.

Doch jeder kann dieser Krebsart gezielt vorbeugen. „Mit einer frühzeitigen Diagnose von chronischen Lebererkrankungen, die zum Leberzellkrebs führen, und gezielter Therapie muss es nicht soweit kommen“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Gerade ein Tag wie der Welt-Krebstag mache auf die Wichtigkeit der Früherkennung noch einmal aufmerksam. Je früher eine Lebererkrankung erkannt wird, desto höher sind die Chancen auf vollständige Heilung. Unbehandelt können viele Lebererkrankungen, wie zum Beispiel Hepatitis- Virusinfektionen, zur Leberzirrhose (Lebervernarbung) und zum Hepatozellulären Karzinom (Leberzellkrebs) führen.

Um das zu verhindern, ist wichtig, seine Leberwerte testen zu lassen. Erhöhte Werte zeigen an, dass die Gefahr einer Lebererkrankung besteht. Stellt der Hausarzt fest, dass die Leberwerte (GPT, GOT und GGT-Wert) erhöht sind, kann eine frühzeitig gestellte Diagnose eine Behandlung bereits im Frühstadium einer Lebererkrankung sicherstellen. Viele Lebererkrankungen sind heute gut behandelbar, man muss nur wissen, dass die Leber krank ist. Bei Verdacht auf eine Lebererkrankung ist es sinnvoll, einen Facharzt aufzusuchen, um die heute bereits erfolgreichen und möglichen Therapien auch einzusetzen.

Die Deutsche Leberstiftung
befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern und die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen zu steigern, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige in medizinischen Fragen. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de.

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien. „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-588-2, € 14,95.

Kontakt:
Deutsche Leberstiftung
Bianka Wiebner
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover
Tel 0511 – 532 6815
Fax 0511 – 532 6820
presse@deutsche-leberstiftung.de
www.deutsche-leberstiftung.de

Pressemitteilung Deutsche Leberstiftung, Rita Wilp


Krebszeitung

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  • Ein 'Labor' kleiner als eine 1-Euromünze: Der Mikrochip, den die Hochschule Hamm-Lippstadt gemeinsam mit der iX-factory GmbH in einem neu gestarteten Forschungsprojekt entwickelt, um Leukämiediagnostik zukünftig in der Praxis zu ermöglichen. - Copyright: Hochschule Hamm-Lippstadt
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    HSHL und iX-factory GmbH starten Forschungsprojekt

    Ein 'Labor' kleiner als eine 1-Euromünze: Der Mikrochip, den die Hochschule Hamm-Lippstadt gemeinsam mit der iX-factory GmbH in einem neu gestarteten Forschungsprojekt entwickelt, um Leukämiediagnostik zukünftig in der Praxis zu ermöglichen. - Copyright: Hochschule Hamm-LippstadtEin Mikrochip, der mit Hilfe weniger Bluttropfen die Leukämiediagnose einfach und schnell in der Praxis ermöglicht, ist das Ziel eines neuen Forschungsprojektes der Hochschule Hamm-Lippstadt und des Dortmunder Unternehmens iX-factory GmbH. Die zu entwickelnde Diagnostikmethode könnte die aufwändige Laboranalyse in der Klinik beschleunigen, die für die genaue Bestimmung der Leukämie noch immer erforderlich ist. Mit Hilfe des Mikrochips soll wertvolle Zeit gewonnen werden, denn frühzeitige Diagnose und Therapiebeginn sind entscheidend für den Verlauf der Erkrankung.

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