Weniger Raucher in Deutschland

Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer
Rauchen schädigt die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer

Bonn (ek) – Die Deutsche Krebshilfe wertet die derzeit laufenden Tabaksteuer-Erhöhungen als Erfolg: der Zigarettenkonsum in Deutschland sinkt spürbar. Einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums zufolge haben acht Prozent der Raucher wegen der steigenden Zigarettenpreise mit dem Rauchen aufgehört. „Für viele Menschen sind die aktuellen Preis-Erhöhungen ein Anlass, endlich mit dem Rauchen aufzuhören“, sagt Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Das ist ein Gewinn für die Gesundheit und ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Krebs.“ Am 1. Dezember 2004 wird jede Zigarette um weitere 1,2 Cent teurer.

Deutsche Krebshilfe begrüßt Tabaksteuer-Erhöhung

Jahr für Jahr sterben in Deutschland rund 140.000 Menschen an den Auswirkungen des Tabakkonsums – 380 Personen pro Tag. Das sind mehr Todesfälle als durch Aids, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen. Das Inhalieren von Tabakrauch ist ursächlich verantwortlich für 80 bis 90 Prozent der chronischen Atemwegserkrankungen, für 80 bis 90 Prozent aller Lungentumoren und für 25 bis 45 Prozent aller koronaren Herzerkrankungen. Es besteht außerdem ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Reihe weiterer Krebskrankheiten.

Die Deutsche Krebshilfe setzt sich daher für alle sinnvollen Maßnahmen zur Tabakkontrolle ein: Steuererhöhungen, Werbeverbot, Abschaffung der Zigarettenautomaten, Bekämpfung des Tabakschmuggels und ein umfassender Nichtraucherschutz. „Wir bedauern, dass bis heute in Deutschland kein Tabakwerbeverbot eingeführt worden ist“, sagt Professor Schipanski. „Wirtschaftliche Interessen werden in diesem Bereich offensichtlich immer noch über die Interessen einer gesunden und rauchfreien Bevölkerung gestellt.“ Die Deutsche Krebshilfe unterstützt Projekte, die den Einstieg in die Droge Tabak verhindern und den Ausstieg fördern sollen. Aufhörwillige Raucher können die kostenlose Broschüre „Aufatmen“ anfordern, mit der jeder seinen individuellen Weg in eine rauchfreie Zukunft finden kann. Informationen zum Nichtrauchen gibt es auch auf der Seite „Rauchen und Krebs“.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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