Wenn Ernährung plötzlich zum Thema wird

Ein guter Ernährungsstatus ist bei Krebs besonders wichtig. - Quelle: Berliner Krebsgesellschaft
Ernährung bei Krebs

Sinnvolle Ernährungsempfehlungen für Krebspatienten gibt die Diätassistentin Brigitte Simmich in vier Vorträgen zwischen März und Mai 2013

Es sind vor allem alltagstaugliche Tipps, die Brigitte Simmich den Patienten und Angehörigen in ihren Vorträgen vermitteln will. Was sollte ich essen bei Krebs und was besser nicht? Aber natürlich erklärt die Diätassistentin auch, warum das eine gut und das andere weniger gut sein soll. Zum Beispiel, warum Krebspatienten auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten sollten. In ihrem ersten Vortrag am 21. März wird es genau um solche allgemeinen Fragen zur Ernährung bei Krebs gehen.

„Eine Krebsdiät oder Krebsernährung gibt es nicht“, stellt Brigitte Simmich klar. „Wir können die Patienten aber mit einer Ernährung in den unterschiedlichen Phasen der Erkrankung unterstützen.“ So auch während einer Chemo- oder Strah len – therapie. Viele Patienten leiden therapie – bedingt unter Appetitlosigkeit, Geschmacks – störungen, Übelkeit oder Durchfall. Das sei besonders proble ma tisch, denn Krebs – patienten sollten auf keinen Fall an Gewicht verlieren, betont Brigitte Simmich. Wie der Appetit angeregt oder der Geschmackssinn „ausgetrickst“ werden kann, dazu gibt die Diätassistentin in ihrem Vortrag am 18. April wertvolle Tipps.

Insbesondere für Patienten mit Magenoder Darmkrebs wird Ernährung oft zu einem schwierigen Thema. Sie können meist nicht mehr alles essen oder leiden an Verdauungsstörungen. „Gerade bei diesen Patienten sollte man auf einen guten Ernährungsstatus achten“, sagt Brigitte Simmich. Der Vortrag am 16. Mai richtet sich deshalb speziell an Patienten mit Tumoren im Magen- und Darm-Trakt. Und auch der Vortrag am 23. Mai ist einer bestimmten Patientengruppe gewidmet: Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs leiden sehr häufig an einer tumorbedingten Auszehrung (Kachexie), der nach Auskunft der Diätassistentin „unbedingt rasch durch geeignete Ernährungsempfehlungen entgegengewirkt werden sollte.“ Alle Vorträge „Ernährung bei Krebs“ sind kostenfrei und finden in den Räumen der Berliner Krebsgesellschaft jeweils von 15.00 bis 16.30 Uhr statt.

21. März: Ernährung bei Krebs

18. April: Ernährung während der Krebstherapie

16. Mai: Ernährung bei Magen- und Darmkrebs

23. Mai: Ernährung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Berliner Krebsgesellschaft aktuell Februar 2013, Brigitte Simmich


Krebszeitung

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  • Graphik 3: Die radioaktiven Mikrokügelchen geben ihre Strahlung ab und zerstören den Tumor von innen heraus. - Quelle: Expertengruppe Selektive Interne Radiotherapie 2012
    Prostatakrebs

    Berlin, Juni 2008 – Das Prostatakarzinom ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes diagnostizieren Ärzte jährlich fast 50 000 Neuerkrankungen. Noch vor wenigen Jahren galt es als einzige erfolgversprechende Ersttherapie, die Vorsteherdrüse zu entfernen. Heute steht zunehmend die Strahlentherapie als Alternative – vor allem bei älteren Patienten – zur Verfügung. Darauf weisen Ergebnisse, die auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) vorgestellt wurden, hin. So kann bei Patienten in Frühstadien und mit guten Prognosefaktoren bei bis zu 90 Prozent der Tumor mit einer hochdosierten Strahlentherapie dauerhaft kontrolliert werden. Für den vermehrten Einsatz der Strahlentherapie sprechen nicht nur die guten Erfolgsaussichten, sondern auch die geringere Rate an Komplikationen und Nebenwirkungen. Impotenz und Inkontinenz – häufige Folgen einer Operation – bleiben so vielen Patienten erspart.

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    Krebsthemen

    Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. wurde durch Roche Pharma AG informiert, dass voraussichtlich bis Mitte 2013 ein Lieferengpass für das Krebsmedikament Xeloda® – Wirkstoff Capecitabin besteht. Capecitabin findet eine breite Anwendung bei Darmkrebs und wird auch bei anderen Tumoren des Magen-Darm-Traktes und beim Brustkrebs eingesetzt. Es ist als Tablette verfügbar. Die Substanz wird im Körper zu dem breit wirksamen Wirkstoff 5-Fluoruracil umgesetzt. Für die Substanz 5-Fluorouracil besteht zurzeit ebenfalls eine Verknappung auf dem Weltmarkt mit Lieferengpässen.

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