Wenn Krebszellen immer weiterleben

Chemotherapie - pixabay
Chemotherapie - pixabay

Warum Krebszellen manchmal trotz Chemotherapie weiterleben und was Tumoren gegen eine Behandlung resistent machen kann, zeigt der Krebsinformationsdienst KID in seinem neuen „Aktuellen Thema“ auf. Die Chemotherapie bleibt trotz aller Weiterentwicklungen in der molekularen Medizin neben „Stahl und Strahl“, Operation und Bestrahlung, eine der wichtigsten Behandlungsmethoden gegen Krebs. Doch ihr eilt der Ruf voraus, nicht immer wirksam zu sein. Zu häufig werde sie auch dann noch eingesetzt, wenn eine Behandlung gar keinen Sinn mehr macht, bemängeln Kritiker.

Resistenz gegen Chemotherapie bei Krebs

Wirkt eine Chemotherapie nicht, liegt das nicht selten daran, dass die Zellen eines Tumors die Fähigkeit zum programmierten Zelltod, zur so genannten Apoptose, verloren haben. Trotz der vergleichsweise kurzen Zeit, in der dieses Thema im Blickfeld der Forschung steht, konnten bereits viele Details der Apoptose auf molekularer Ebene geklärt werden. Allerdings haben diese Erkenntnisse erst in geringem Umfang zur Entwicklung gezielter Medikamente geführt. Patienten profitieren trotzdem von den Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung, denn das erweiterte Wissen trägt auch dazu bei, die klassische Chemotherapie durch neue Kombinationen und neue Substanzen zu verbessern.

Der Krebsinformationsdienst zeigt in seinem Text auf, warum es derzeit kaum Sinn macht, mögliche Resistenzen außerhalb klinischer Studien für jeden Patienten einzeln auszutesten: Noch gehen Fachleute von zu vielen Lücken im Wissen aus, um Betroffenen, die vielleicht eine Chance durch eine Chemotherapie haben können, die Behandlung allein aufgrund eines Reagenzglastests zu verweigern.

Das Aktuelle Thema des Krebsinformationsdienstes unter www.krebsinformation.de lautet „Wenn Zellen immer weiter leben – Resistenz gegen Chemotherapie bei Krebs“.

KID ist telefonisch von Montag bis Freitag von 8.00 bis 20.00 Uhr unter
06221/41 01 21 zu erreichen,
im Internet unter www.krebsinformation.de
und per E-Mail unter krebsinformation@dkfz.de.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

Pressemitteilung vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)


Krebszeitung

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  • Urothelkarzinom der Blase, Bild: KGH, Wikimedia Commons
    Harnblasenkrebs

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