Wichtigste Vorsorgeuntersuchungen für Männer

CancerCheck-PSA Quelle: consile.de

Köln, Juni 2012. Der medizinische Fortschritt macht es heute möglich, viele ernsthafte Krankheiten zu heilen. Vor allem in der Krebstherapie gibt es mittlerweile oft gute Aussichten auf vollständige Genesung. Voraussetzung: die frühzeitige Diagnose von Krebs in einem Stadium, wo er noch keine Beschwerden auslöst. Vor allem Männer gehen jedoch viel zu selten zu Vorsorgeuntersuchungen und lassen so die Chance, eine Tumorerkrankung zu erkennen und zu bekämpfen, ungenutzt verstreichen. Dabei geben spezielle Urintests, Blutanalysen, Stuhlproben, Tast- und Ultraschalluntersuchungen schnell und unkompliziert Aufschluss über den Gesundheitszustand.

Gerade Krebsfrüherkennung beim Urologen wird vernachlässigt

„Vorsorgeuntersuchungen sind nicht schmerzhaft, dauern in der Regel keine zehn Minuten und geben ein hohes Maß an Sicherheit. Gerade zwischen 18 und 35 können sie das spätere Wohlergehen entscheidend prägen,“ erklärt Dr. Reinhold Schaefer, Urologe und Geschäftsführer des Ärztenetzwerks Uro-GmbH Nordrhein.

So lässt sich beispielsweise im Blut ein bestimmter Eiweißstoff – auch Prostata-Spezifisches-Antigen genannt – bestimmen, dessen Wert Rückschlüsse auf eine eventuelle bösartige Erkrankung der Prostata zulässt.

Die richtige Interpretation dieses PSA-Wertes setzt allerdings viel Erfahrung und eine regelmäßige Messung voraus. Daneben gibt es im Urin einen Tumormarker für Blasenkrebs, weshalb Urologen besonders Rauchern einen qualifizierten Urintest ans Herz legen. Ergänzend nehmen sie eine Ultraschalluntersuchung vor, mit der sie neben der Blase auch alle anderen Organe der ableitenden Harnwege wie Nieren und Harnleiter sowie die Prostata auf krankhafte Veränderungen untersuchen.

Zum Früherkennungsprogramm gegen Prostatakrebs gehört außerdem eine Tastuntersuchung und ein transrektaler Ultraschall. Dabei gibt die Ultraschalluntersuchung über den Darm dem Facharzt weit bessere Informationen über Größe und Form der Prostata als das bloße Abtasten, weil er damit nur ein Drittel des Organs erreicht. „Dank technischer Weiterentwicklungen sind auch hier Ängste vor Schmerzen unbegründet und lassen sich im Bedarfsfall direkt Gewebeproben entnehmen,“ be-merkt Dr. Schaefer. Darüber hinaus bieten viele Urologen einen immunologischen Stuhltest zur Vorsorge von Dickdarmkrebs an.

Bislang gehören einige dieser Maßnahmen jedoch nicht in den Leistungskatalog gesetzlicher Krankenkassen und steht eine gründliche urologische Untersuchung erst ab dem 45. Lebensjahr an. „Gerade, wenn männliche Verwandte wie Vater, Großvater oder Onkel erbliche Vorbelastungen vermuten lassen, ist dies jedoch völlig unzureichend,“ betont Dr. Schaefer. Verantwortungsbewusste Patienten nehmen ihre Gesundheit daher selbst in die Hand. Nähere Informationen unter www.uro-gmbh.de.

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen im Überblick

WannWasKosten
Ab 45 Jahren, mit erblicher Vorbelastung
ab 40 Jahren jährlich empfohlen
Prostatakrebs-Vorsorge: PSA-Test,
Urintest, Ultraschall Prostata
Ca. 75 Euro
Ab 45 Jahren, mit erblicher Vorbelastung
oder als Raucher ab 30 jährlich
Blasenkrebs-Vorsorge:
Urintest, Ultraschall
Ca. 55 Euro
Ab 45 Jahren, mit erblicher Vorbelastung
ab 40 Jahren jährlich empfohlen
Nierenkrebs-Vorsorge:
Urintest, Blutanalyse, Ultraschall
Ca. 100 Euro
Ab 45 Jahren, mit erblicher Vorbelastung
ab 40 Jahren jährlich empfohlen
Darmkrebs-Vorsorge:
Immunologischer Stuhltest
Ca. 25 Euro
Ab 45 Jahren, mit erblicher Vorbelastung
ab 40 Jahren jährlich empfohlen
Komplett-Vorsorge:
PSA-Test, Urintest, Ultraschall
Nieren, Blase, Prostata
Ca. 125 Euro

 Pressemitteilung komm | public! – Romy Robst


Krebszeitung

--Download Wichtigste Vorsorgeuntersuchungen für Männer als PDF-Datei --


  • Postkarte für die Darmkrebs-Vorsorge - Quelle: Dr. Thomas Block
    Darmkrebs

    (11.03.2013) Das Motto des diesjährigen Darmkrebsmonats ist zweideutig, um Aufmerksamkeit zu wecken. „Es soll die Menschen motivieren, ihren Angehörigen oder Freunden den Anstoß zu geben, die Möglichkeit der vorsorglichen Darmspiegelung tatsächlich zu nutzen“, sagt der Darmkrebsexperte Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).

    Das Ziel der Initiative ist es, Menschen zu erreichen, die noch niemals eine Darmspiegelung hatten. „Im Unterschied zum Brustkrebs, bei dem die Frauen von Gesetz wegen angeschrieben werden, gab es beim Darmkrebs bisher kein Einladungsverfahren“, erklärt der bng-Vorsitzende Dr. Dietrich Hüppe. Die Versicherten kennen zwar das Angebot der Vorsorge-Koloskopie. Sie müssen diesen Schritt aber auf eigene Initiative hin tun. „Dies wird sich in absehbarer Zeit verbessern, wenn die politisch inzwischen beschlossenen Einladungsverfahren für Gebärmutterhalskrebs und für Darmkrebs eingeführt werden“, erwartet Dr. Hüppe.

    […mehr lesen]

  • In Leukämiezellen (hier lila) wird durch das neue Medikament der Signalweg zum natürlichen Absterben wieder freigemacht. Foto: Universitätsklinikum Ulm
    Leukämie

    Für die O­nkologie hat das 21. Jahrhundert viel versprechend begonnen: Seit dem Ende der 1990er Jahre trägt die jahrzehntelange Forschung erste sichtbare Früchte in Form einer ganzen Reihe neuer, wirksamer Substanzen. Antikörper wie Herceptin gehören genauso dazu wie die sogenannten Tyrosinkinasehemmer. Beide Wirkstoffgruppen greifen den Krebs auf der molekularen Ebene an – ein sehr wirksames, aber auch begrenztes Verfahren. Die einzelnen Substanzen entfalten ihre Wirksamkeit nur bei ganz bestimmten, eng umgrenzten Tumorgruppen.

    […mehr lesen]

Google News – Gesundheit

  • Behörden hoffen auf experimentelle Ebola-Therapie
    am 14. August 2018 um 16:42

    Behörden hoffen auf experimentelle Ebola-Therapie  SPIEGEL ONLINEEbola im Kampfgebiet  Süddeutsche.deWHO sieht große Gefahr für Ausbreitung von Ebola im Kongo  Deutsches Ärzteblatt«Kongo hat bewiesen, dass es diese Krankheit bekämpfen kann»  Schweizer Radio und […]

  • Mehr als doppelt so viele Zecken wie 2017: So schützen Sie sich vor einer Infektion
    am 14. August 2018 um 15:18

    Mehr als doppelt so viele Zecken wie 2017: So schützen Sie sich vor einer Infektion  kreiszeitung.deRekord-Zahl an Zeckenstichen: «Da muss etwas anderes am Laufen sein»  az Aargauer Zeitung«Meine Begeisterung für Zecken hält seit bald 40 Jahren an»  Schweizer Radio und Fernsehen […]

  • Wird durch Mücken übertragen: Das West-Nil-Virus breitet sich in Europa aus
    am 14. August 2018 um 15:11

    Wird durch Mücken übertragen: Das West-Nil-Virus breitet sich in Europa aus  Berliner ZeitungGefährliches West-Nil-Virus breitet sich in Europa aus  General-AnzeigerRotes Kreuz Vorarlberg testet Blutspenden auf West-Nil-Virus  VOL.AT - Vorarlberg OnlineKKH warnt: Immer mehr Infektionen durch […]

  • Deepmind: Künstliche Intelligenz erkennt Augenkrankheiten
    am 14. August 2018 um 15:11

    Deepmind: Künstliche Intelligenz erkennt Augenkrankheiten  heise onlineDeepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten  Golem.deKünstliche Intelligenz: Google-KI diagnostiziert über 50 Augenkrankheiten  VRODOFull coverag […]

  • Kardiologen warnen vor Doping im Breitensport
    am 14. August 2018 um 14:52

    Kardiologen warnen vor Doping im Breitensport  Deutsches ÄrzteblattFreizeitsportler gefährden immer öfter ihre Herzgesundheit mit Doping  Ärzte ZeitungFull coverag […]