Wirksamkeit eines Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs erwiesen

Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs - Quelle: 16.05.13_foto sanofi pasteur msd

Der von Wissenschaftlern der australischen Universität Queensland entwickelte Impfstoff, der der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs bei Risikopatientinnen vorbeugen soll, hat sich in umfangreichen klinischen Tests als äußerst wirksam erwiesen.

Vorbeugende Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Es war die Bahn brechende Forschungsarbeit von Professor Ian Frazer, dem Vorsitzenden des Zentrums für Immunologie und Krebsforschung (CICR) der Universität Queensland, und seines mittlerweile verstorbenen Kollegen Dr. Jian Zhou, die erstmalig die Bereitstellung eines zuverlässigen Impfstoffes gegen Krebs – im Falle ihrer Forschung Gebärmutterkrebs – ermöglicht hat.

Der beteiligte Pharmakonzern Merck & Co., der das Medikament unter dem Namen Gardasil Anfang 2006 für US-amerikanische Frauen zugänglich machen will, gab Anfang Oktober in New York die Ergebnisse der erfolgreichen letzten Testreihe bekannt.

Mehr als 25.000 Frauen in dreiunddreißig Staaten nahmen an diesen und früheren Tests als Probandinnen teil. Über eine Zeitspanne von sechs Monaten wurden junge Frauen, die mit Stämmen des Gebärmutterhalskrebs hervorrufenden Papilloma-Virus (HPV) infiziert waren, mit Gardasil bzw. einem Plazebo-Ersatz behandelt. Die Vorsorge mit dem neuen Medikament war erfolgreich: Der Gebärmutterhalskrebs brach bei keiner der Probandinnen aus und keine der Frauen musste die Behandlung wegen Unverträglichkeit des Impfstoffes abrechen.

Gebärmutterhalskrebs ist bis heute die bei Frauen am zweithäufigsten verbreitete Krebsart, die jedes Jahr ca. 275.000 Opfer weltweit fordert. Motiviert durch die einhundert Prozent Wirksamkeit von Gardasil arbeitet Professor Frazer mittlerweile an einem Impfstoff, der auch bereits an Krebs erkrankten Frauen Heilung verschaffen soll. Dass sich die Entwicklung dieses zweiten Impfstoffes als wesentlich schwieriger erweist, hält den australischen Wissenschaftler jedoch nicht von seiner Forschungsarbeit ab.

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Pressemitteilung Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke- Heinemann, Sabine Ranke-Heinemann


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