Zwei Jahre FIT

Das Deutsche Krebsforschungszentrum - dkfz - in Heidelberg

Bis zu 40 Prozent aller Krebspatienten leiden noch lange Zeit nach Behandlung ihrer Tumorerkrankung unter Fatigue, d.h. unter anhaltender Müdigkeit mit Erschöpfung, die über eine normale Müdigkeit weit hinausgeht. Die meisten dieser Patienten fühlen sich den Anforderungen des Alltags nicht gewachsen und sind dadurch stark verunsichert.

Das Fatigue-Telefon des Krebsinformationsdienstes KID im Deutschen Krebsforschungszentrum

Seit September 2002 bietet der Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums eine spezielle Telefon-Hotline zum Thema Fatigue, dem Erschöpfungssyndrom bei Krebserkrankungen, an.

Jeweils montags, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr
geben speziell geschulte Mitarbeiter am Fatigue-Telefon
unter der Rufnummer 06221-424344 Auskunft dazu.

Die Auswertung der am Fatigue-Telefon gestellten Anfragen zeigt, dass immer noch eine erhebliche Diskrepanz besteht zwischen der Wahrnehmung der Problematik durch den Arzt und der Selbsteinschätzung durch die betroffenen Patienten. In den Telefonaten dokumentiert sich ein großer Gesprächs- und Informationsbedarf. Ob es sich bei den eigenen Symptomen um Fatigue handeln könne, was die Ursache sei und was man dagegen tun könne, sind die am häufigsten gestellten Fragen. Die meisten Anfragen bezogen sich auf Brustkrebs, gefolgt von Prostatakrebs. Patienten mit Lymphdrüsenkrebs, Leukämien und anderen bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems riefen überdurchschnittlich häufig an.

Bei der Hälfte der Anfragen war die intensive initiale Behandlung abgeschlossen und kein Tumor mehr nachweisbar. Nur knapp 10 Prozent der Betroffenen befanden sich zum Zeitpunkt der Anfrage in der intensiven ersten Behandlungsphase, ein Viertel litt unter einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung.

Mit dem Fatigue-Telefon möchte der Krebsinformationsdienst den Anrufern eine individuelle Beratung anbieten, um Betroffenen den Umgang mit den Symptomen des Fatigue-Syndroms zu erleichtern und um das Verständnis bei Angehörigen und Freunden zu wecken. Allein die Aufklärung über das Beschwerdebild trägt erfahrungsgemäß erheblich zur Entlastung der Betroffenen bei.

Weitere Informationen des KID zu Fatigue finden sich im Internet unter
www.krebsinformation.de unter dem Stichwort „Belastende Symptome: Fatigue“ und unter „Aktuelles Thema“.

Pressemitteilung vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)


Krebszeitung

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  • Ergebnis der FIRM-ACT-Studie: Das Diagramm zeigt die Überlebenszeit von Patienten mit Nebennierenkarzinom ohne Fortschreiten der Erkrankung. In der Studie wurden zwei Chemotherapie-Kombinationen miteinander verglichen. Grafik: Martin Fassnacht
    Nierenkrebs

    Das Nebennierenkarzinom ist ein bösartiger Tumor, der im fortgeschrittenen Stadium schwierig zu beherrschen ist. Eine internationale Studie zeigt nun erstmals, mit welcher Chemotherapie sich dieser Tumor am besten behandeln lässt. Koordiniert wurde die Studie am Universitätsklinikum Würzburg.

    Ergebnis der FIRM-ACT-Studie: Das Diagramm zeigt die Überlebenszeit von Patienten mit Nebennierenkarzinom ohne Fortschreiten der Erkrankung. In der Studie wurden zwei Chemotherapie-Kombinationen miteinander verglichen. Grafik: Martin FassnachtNebennierenkarzinome werden zu den seltenen Krankheiten gerechnet: In Deutschland treten pro Jahr „nur“ 80 bis 120 Fälle auf. Betroffen sind oft auch junge Menschen im Alter von 20 bis 40 Jahren. Die Aussichten auf Heilung stehen schlecht; mehr als die Hälfte der Patienten sterben in den ersten drei bis vier Jahren nach der Diagnosestellung.

    Was ein Nebennierenkarzinom so gefährlich macht: Viele Patienten haben schon zu Beginn der Erkrankung Metastasen im Körper, meistens in Leber, Lunge und Knochen. Darum bricht der Krebs auch nach der operativen Entfernung des Tumors – sofern diese überhaupt möglich ist – häufig wieder aus.

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  • Mit dem Dermascanner wird die Hautoberfläche des Patienten aus verschiedenen Positionen gescannt. © Dirk Mahler/Fraunhofer IFF
    Hautkrebs

    Voraussetzung: langjährige Arbeit im Freien

    Bestimmte Formen des Hautkrebses, aktinische Keratosen und das Plattenepithelkarzinom, können wie eine Berufskrankheit anerkannt werden. Grundlage hierfür ist die Wissenschaftliche Begründung des Ärztlichen Sachverständigenbeirats „Berufskrankheiten“ beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die am 12. August 2013 im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht wurde. Voraussetzung für eine Anerkennung ist, dass die Betroffenen über viele Jahre im Freien gearbeitet haben und dabei lange natürlicher UV-Strahlung ausgesetzt waren. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) unterstützt die wissenschaftliche Empfehlung und fordert vor diesem Hintergrund, die Berufskrankheitenliste entsprechend zu ergänzen. Andere Hautkrebsarten wie Melanom und Basaliom sind nicht von der wissenschaftlichen Begründung erfasst. Hier gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichenden medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse für eine arbeitsbedingte Verursachung, so dass die Voraussetzung für ihre Aufnahme in die Berufskrankheitenverordnung nicht gegeben ist.

    Damit eine Krankheit als Berufskrankheit anerkannt werden kann, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Unter anderem muss wissenschaftlich belegt sein, dass bestimmte Personengruppen arbeitsbedingt ein höheres Erkrankungsrisiko haben als der Rest der Bevölkerung. Für aktinische Keratosen und Plattenepithelkarzinome liegt dieser Nachweis nun vor. Danach haben Beschäftigte, die über viele Jahre „in der Sonne“ gearbeitet haben, ein wesentlich höheres Erkrankungsrisiko für aktinische Keratosen und Plattenepithelkarzinome als die übrige Bevölkerung. Ursache hierfür ist, dass langjährige Sonnenstrahlung zu chronischen Schäden der Haut und nachfolgend zu Hautkrebserkrankungen führen kann.

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